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„Gute Stimmung, nette Gäste“: Die Wirte Michael (li.) und Peter Gascha sind mit der Festwoche 2017 zufrieden.

Volksfest-Zwischenbilanz

Regen verwässert Lenggrieser Bierzelt-Freude

Endspurt bei der Lenggrieser Festwoche. Noch vier Tage ist im und um das Bierzelt Stimmung angesagt. Ein Rundgang auf dem Gelände neben der B 13.

Lenggries – Die erste Woche des Volksfests ist um. Im Festbüro herrscht wie immer gute Laune: Festwirt Michael Gascha blickt zufrieden auf die Woche zurück: „Die Stimmung war an allen Tagen gut, und die Gäste sind super gut drauf und nett“, sagt der 37-Jährige. Die Gäste verhalten sich so, dass er und das Personal sich sehr wohl fühlen. Auch ans Rauchverbot halten sich nun alle, versichert Gascha. Einziger Kritikpunkt ist das Wetter. Das könnte etwas besser sein: „Optimal wären Sonnenschein und 20 bis 25 Grad“.

Doch trotz des regnerischen Wetters haben die Wirtsleute das Zelt gefüllt. Beim Schnitzelessen am Mittwoch war der Zuspruch so groß, dass man „100 Schnitzel mehr als im Vorjahr verkauft“ hat. Auch am Familiennachmittag kamen die Leute in Strömen. Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt der „Keller Steff Big-Band“ und von „Django 3000“. Da tanzten rund 1200 Besucher begeistert zur Live-Musik (wir berichteten).

Beim Tauziehen legen sich auch die Landjugend-Mädchen kräftig ins Zeug.

Aus diesem Grund ist Gascha zuversichtlich, dass auch der Auftritt von „Nirwana“ am Montag gut besucht sein wird. Der Eintritt zur Rock-Nacht ist frei: „Ich möchte diesen Abend als Geschenk an die Besucher zurückgeben“, sagt Gascha.

Obwohl Volksfeste in der Region fast schon zur Seltenheit geworden sind, lohnt sich das Geschäft: „Wir hatten in den vergangenen Jahren immer einen leichten Zuwachs“, erklärt der 37-Jährige stolz. Zusammen mit seinem drei Jahre älteren Bruder Peter führt er den Betrieb. Sie versuchen, das Festzelt laufend zu optimieren: „Heuer haben wir die Weinbar erneuert und das Weißbierkarusell aufgestellt.“ Diese Attraktion haben die Festwirte von der Lenggrieser Blaskapelle abgelöst, die die „Dradiwoaznboazn“ voriges Jahr zu ihrem 175-jährigen Gründungsjubiläum eigens gebaut hat. Weitere Verbesserungen soll es auch im kommenden Jahr geben.

Der Getränkeumsatz lässt offenbar nicht zu wünschen übrig. Zwar wird laut Gascha immer mehr Radler getrunken, doch auch das Festbier würde sich gut verkaufen. Der Bestseller beim Essen ist nach wie vor das Hendl: „Das ist fast bio und wegen der tierfreundlichen Haltung sehr saftig.“

Kartenspieler unter sich: Beim Schafkopfturnier der Heimatzeitung gibt es viele Preise zu gewinnen.

Zufrieden ist auch Tobias Martl (31) aus München. „Ich bin seit zehn Jahren da und es hat sich immer gelohnt“, erklärt der Besitzer des Schokofrüchtestandes vor dem Zelteingang. Laut Martl war zwar wegen des schlechten Wetters weniger los als sonst, „doch die Familie Gascha hat ein so gutes Programm, dass die Leute trotzdem kommen“. Deshalb werde er seinen Stand auch nächstes Jahr wieder aufbauen.

Nicht zufrieden sind hingegen Marcel und Julia Oswald aus Heilbronn. Sie sind die Besitzer des Kinderkarussells, des „Enten-Angelns“ und des Autoscooters. „Die letzten Jahre hatte es immer gepasst, dieses Jahr gar nicht“, erklärt Marcel Oswald. „Am Freitag hatten wir einen guten Start, doch dann machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung“, sagt er. Doch auch er möchte nächstes Jahr wiederkommen: „Lenggries ist immer ein Highlight, auf das sich die Leute das ganze Jahr über freuen.“

Auch Besucherin Eva Forstner aus Lenggries lobt das Volksfest: „Es ist super organisiert und hat für jeden was zu bieten.“ Ihrer Meinung schließt sich auch Willi Härtle von der Bergwacht in Lenggries an. „Gerade das neue Weißbierkarusell ist toll“, erklärt er. Unfälle gab es laut Härtle keine: „Es hat sich nur mal eine Bedienung geschnitten, sonst ist glücklicherweise nichts passiert.“

Das führt Gascha auf das gut funktionierende Sicherheitskonzept zurück: „Damit sind zwar immer hohe Kosten verbunden, doch das ist es uns wert.“

Maximilian Thoma

Ausklang der Festwoche

Samstag, 12. August: 12 Uhr Zeltbetrieb, mit der Oid Foia Musi ab 13 Uhr; 19 Uhr Manyana, Happy Musik & Showband; Lange Nacht der Musik

Sonntag, 13. August: 10 Uhr Kesselfleisch-Frühschoppen mit der Landjugend-Musi; 14 Uhr Landjugend-Tauziehen;

19 Uhr „Die Blasensteiner“.

20.30 Uhr Siegerehrung Tauziehen, 21 Uhr Verlosung.

Montag, 14. August: 18 Uhr Einlass zur Rocknacht, 19 Uhr Nirwana, das Party-Original aus Oberbayern.

Dienstag, 15. August: 8:30 Uhr Einlass zum Schafkopfturnier des Tölzer Kurier und Frühschoppen; 9.30 Uhr Beginn Schafkopftunier;

19 Uhr Ausklang mit der Blaskapelle Lenggries.

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