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Rote Ziegel statt grünem Blech: Lenggrieser Rathaus hat ein neues Dach

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Von: Veronika Ahn-Tauchnitz

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Zeitweise oben ohne war das Lenggrieser Rathaus im September
Zeitweise oben ohne war das Lenggrieser Rathaus im September © Gemeinde

Am Lenggrieser Rathaus läuft der Ausbau des Dachgeschosses auf vollen Touren. Zwischenzeitlich präsentierte sich die Etage, in der neue Büroräume entstehen sollen, sogar einmal oben ohne.

Lenggries - Ja, sagt Bürgermeister Stefan Klaffenbacher, der Umbau im laufenden Betrieb sei schon mitunter eine Herausforderung gewesen. „Es war zeitweise anstrengend. Gerade bei den Abbrucharbeiten ist es natürlich rundgegangen.“ Dabei habe er noch Glück, dass sich sein Büro im ersten Stock befindet. Für die Kollegen eine Etage höher sei die Belastung sicher noch größer gewesen. Dort, im zweiten Stock, schließt nun eine Tür das Treppenhaus ins Dachgeschoss ab, damit sich zumindest der Baustaub nicht im ganzen Haus verteilt.

„Bis jetzt hat alles gut funktioniert“, sagt der Bürgermeister

Das Dach ist schon komplett neu. Verschwunden ist der sogenannte Krüppelwalm, der sich im hinteren Bereich herabsenkte. Ersetzt wurde die Konstruktion durch ein normales Satteldach über die volle Länge des Gebäudes. Auch die Eindeckung ist nun anders. Das grüne Blechdach ist verschwunden, stattdessen gibt es nun ortstypische rote Dachziegel. „Das sieht ansprechend aus“, sagt Klaffenbacher. „Die Ansicht ist jetzt wirklich ganz anders“, ergänzt Karl Ertl, Chef des Technischen Bauamts.

Rechtzeitig zur Bürgerversammlung am 24. September war das Dach wieder dicht. „Bis jetzt hat alles sehr gut funktioniert“, sagt Klaffenbacher. „Wir haben super Handwerker und liegen gut in der Zeit.“ Einer der Knackpunkte war der Umzug des Servers, an dem die gesamte IT des Rathauses hängt. Aus dem Dachgeschoss wurde er in den zweiten Stock verlegt. „Der wurde noch vor Baustart umgezogen“, sagt Ertl. Auch das habe ohne Probleme funktioniert.

Sechs Büros finden bald im Dachgeschoss Platz

Im Dachgeschoss selbst stehen schon die Mauern, die die neue Raumaufteilung erahnen lassen. Verschwunden ist der sehr breite Flur. Nun gibt es einen deutlich schmaleren Gang. Statt der bisherigen eher kleinen Kammern, die mehr oder weniger für Arbeitsplätze genutzt werden konnten, gibt es bald sechs sinnvoll große Büros. Belichtet werden sie über je vier neue Dachgauben auf der Nord- und Südseite des Dachs. Wer dorthin ziehen wird, steht noch nicht ganz fest. „Ein paar Büros sind schon vergeben, aber die genaue Einteilung steht noch nicht fest“, sagt Klaffenbacher.

Sechs Büros finde hier bald Platz
Sechs Büros finde hier bald Platz © Pröhl

Nach oben verlegt werden vor allem die Abteilungen mit wenig bis keinem Publikumsverkehr. „Die IT zieht beispielsweise nach oben. In deren jetzigem Raum entsteht die neue Personalküche“, erklärt Ertl. Sollte doch einmal ein Bürger einen Ansprechpartner brauchen, der unterm Dach sitzt, muss er vielleicht bald nicht die drei Treppen in Angriff nehmen. „Wir planen im Erdgeschoss die Einrichtung eines Bürgerbüros.“ Das könnte der jeweilige Sachbearbeiter dann nutzen, so Klaffenbacher.

Anfang 2022 soll der Umbau abgeschlossen sein

Noch ist das Rathaus eingerüstet – auch weil die Fassade einen komplett neuen Anstrich bekommt. Bis Ende des Jahres soll das Gerüst aber verschwunden sein. Anfang 2022 wird dann auch der Innenausbau abgeschlossen. Vergeben sind die Arbeiten alle. „Das hat gut funktioniert“, sagt Ertl. Im Frühjahr wird sich die Gemeinde dann noch darüber Gedanken machen, wie der Außenbereich Richtung Bahnhof-/Karwendelstraße gestaltet werden soll. Dort mussten wie berichtet die Bäume gefällt werden – um den Kran aufstellen zu können, aber auch um die neuen Büros nicht zu verschatten. Auf historischen Aufnahmen des Rathauses sieht man aber auch, dass dort ursprünglich keine Bäume standen.

935 000 Euro kostet der Umbau des Dachgeschosses. Die Gemeinde rechnet mit Zuschüssen in Höhe von rund 330 000 Euro.

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