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Sanierung der Isarwelle in Lenggries: Hoffen auf Zuschüsse

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Von: Veronika Ahn-Tauchnitz

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2,5 Millionen Euro würde die Sanierung der Isarwelle kosten. Die Gemeinde hofft, bei einem Förderprogramm des Freistaats zum Zug zu kommen.
2,5 Millionen Euro würde die Sanierung der Isarwelle kosten. Die Gemeinde hofft, bei einem Förderprogramm des Freistaats zum Zug zu kommen. © Archiv

Lenggries will die Sanierung der Isarwelle in Angriff nehmen. Wird jetzt auch das Thema Sauna wieder aus der Schublade geholt?

Lenggries – Bereits 2016 hat die Gemeinde Lenggries ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die Mängel und den Sanierungsbedarf im 1991 erweiterten Freizeitbad Isarwelle beleuchtet. Mit der Umsetzung des Konzepts wartete man allerdings, weil die Staatsregierung bereits vor Längerem ein Förderprogramm für kommunale Bäder in Aussicht gestellt hatte. Im vergangenen Herbst wurde es nun tatsächlich aufgelegt. Deshalb stand das Thema Sanierung am Montag erneut auf der Tagesordnung des Gemeinderats.

In der Sitzung ging es um eine Grundsatzentscheidung, „ob die Sanierung angegangen werden soll“, erklärte Kämmerer Michael Wenig. Dieser Beschluss fiel einstimmig. In einem zweiten Schritt wird die Verwaltung jetzt bei der Regierung von Oberbayern abklopfen, welche Maßnahmen wirklich gefördert werden können. 

Bei Sanierung der Isarwelle hat Gemeinde Barrierefreiheit im Blick

„Bei dem Programm steht das Thema Schulschwimmen im Vordergrund“, so Wenig. Florian Forstner (FW) fand es gut, dass die Sanierung jetzt tatsächlich angegangen werden soll. Er bat darum, sich nicht allzu lange Zeit zu lassen. „Soweit ich gehört habe, sind die Fördertöpfe sehr beschränkt. 2019 war das Geld wohl schnell weg.“

Die finanzielle Unterstützung wird die Gemeinde bei den anstehenden Arbeiten im Freizeitbad gut brauchen können, denn der Sanierungsbedarf ist erheblich. 2,5 Millionen Euro – so die grobe Schätzung – wird das Ganze kosten. Eines der Hauptprobleme ist, dass im Außenbereich zwischen Bodenplatte und Betondecke Wasser steht. „Der Beton muss abgedichtet, der Boden neu aufgebaut werden“, erklärt Bürgermeister Werner Weindl auf Anfrage. Undicht sind auch die sogenannten „finnischen Rinnen“ – also die Überlaufrinnen am Beckenrand. An der Technik muss ebenfalls einiges gemacht werden.

Thema Sauna in Lenggries findet sich in einigen Wahlprogrammen wieder

Sanieren möchte die Gemeinde zudem den Umkleidebereich. Auch das Thema Barrierefreiheit hat sie im Blick. Momentan können Rollstuhlfahrer das Hallenbad treppenlos nur über die Mehrzweckhalle erreichen – und dafür sind sie auf Hilfe angewiesen. Das soll sich ändern. „Neben dem Haupteingang gibt es einen Schacht, den wir uns schon einmal angeschaut haben. Hier ist angedacht, einen Aufzug einzubauen“, sagt Weindl.

Insgesamt sei es „ein ganz schönes Paket“, das hier zusammenkomme, so der Bürgermeister. Nun sei eben fraglich, ob alle Bereiche förderfähig sind. Heuer sind im Haushalt Kosten für die Planung eingestellt. Im kommenden Jahr könnte man dann mit den Arbeiten anfangen.

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Die seit vielen Jahren angedachte Sauna ist im Zuge dieser Planung kein Thema – zumindest fast keines. Bei der Sanierung der Technik werde man aber darauf achten, dass ein Anschluss zu einem späteren Zeitpunkt möglich ist, sagt Weindl. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass die Sauna für den neuen Gemeinderat noch einmal ein Thema wird – zumindest findet sie sich in dem einen oder anderen Wahlprogramm wieder. Tatsächlich stand die Gemeinde schon einmal kurz vor der Realisierung der Saunalandschaft, sogar die Baugenehmigung für das 1,4-Millionen-Euro-Projekt lag 2010 schon vor. 

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Als die Arbeiten allerdings ausgeschrieben wurden, lagen die Angebote bis zu 40 Prozent über der Kostenschätzung. Die Ausschreibung wurde aufgehoben. Noch einmal auf dem Tisch lag das Thema ein Jahr später, als sich ein privater Investor gemeldet hatte, der die Sauna bauen wollte. Doch auch das zerschlug sich Anfang 2013. Danach war die Sauna eigentlich nur noch hin und wieder in einer Bürgerversammlung Thema einer Anfrage aus der Bevölkerung.

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