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Am 1. Oktober hatten Freiwillige der Tölzer Alpenvereinssektion das Kreuz auf den Gipfel getragen und aufgestellt.

Auf dem Scharfreiter

Schon wieder: Unbekannter sägt erneut Gipfelkreuz an

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Lenggries - Gerade einmal drei Wochen, nachdem es aufgestellt wurde, ist das neue Gipfelkreuz auf dem Scharfreiter erneut Ziel einer Attacke geworden.

Wie die Polizei mitteilt, haben Wanderer am Sonntag einen Schaden am Balken entdeckt. Diesmal wurde das Kreuz angesägt. Die Kerbe ist mehrere Zentimeter tief. Das Kreuz steht aber noch und ist auch nicht akut gefährdet.

Die Beamten nahmen den Tatort am Montag in Augenschein, wie Inspektionsleiter Bernhard Gigl berichtet. Dabei seien sie zu dem Schluss gekommen, dass „mit großer Wahrscheinlichkeit“ nicht derselbe Täter am Werk war wie im Sommer. Im Juli beziehungsweise August hatte wie berichtet ein Unbekannter drei Gipfelkreuze im Isarwinkel mit einer Axt angegriffen: an der Dudl-Alm im Längental, am Prinzkopf, zuletzt auf dem Scharfreiter. Dort hieb er auf das Kreuz ein und richtete so großen Schaden an, dass das Kreuz umgelegt werden musste.

Einem Bündnis aus einem Tölzer Privatspender, der Tölzer Berufsschule, dem Alpenverein und anderen Engagierten war es gelungen, ein neues Kreuz anzufertigen und   am 1. Oktober auf den Berg zu transportieren und aufzustellen. Eine Woche später wurde es gesegnet.

Bei der erneuten Sachbeschädigung spricht Polizeichef Gigl nun von „dilettantischem Vorgehen“. Der Täter habe mit einem „ungeeigneten Werkzeug“ am Kreuz gesägt und sei dabei offenbar auch „nicht gescheit hingekommen“. Dies spreche dafür, dass es sich beim Täter um einen „Trittbrettfahrer“ handle, „der die Aufrechterhaltung des medialen Interesses am Thema zum Ziel haben dürfte“.

Über die genaue Schadenshöhe lasse sich noch nichts sagen. „Dringend notwendige Sofortmaßnahmen erscheinen momentan nicht geboten“, so Gigl. Laut Paul Schenk, dem Vorsitzenden der Tölzer Alpenvereins-Sektion, war für Montagabend eine Lagebesprechung angesetzt. Reparaturmaßnahmen seien voraussichtlich nötig, um das Kreuz zu erhalten, unter anderem weil Wasser in die Kerbe eindringen könne. Zudem seien eine Ausweitung der Metallhalterung als Schutzmaßnahme im Gespräch.

Fotos vom Aufstellen des neuen Kreuzes:

Ein neues Gipfelkreuz für den Scharfreiter

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