Eine Übung: Angehende Bergwachtler „retten“ am Sulzersteig eine Wanderin per Gebirgstrage aus steilem Gelände.
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Eine Übung: Angehende Bergwachtler „retten“ am Sulzersteig eine Wanderin per Gebirgstrage aus steilem Gelände.

Auch Hilfe für eine Schwangere

Schöne Tage, viele Einsätze: Bergwacht Lenggries muss an fünf Tagen sechsmal ausrücken

  • Christoph Schnitzer
    VonChristoph Schnitzer
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Je schöner das Wetter, desto mehr Einsätze haben die Rettungsdienste auf den Straßen und Seen sowie am Berg. Gleich sechsmal in fünf Tagen musste die Bergwacht Lenggries ausrücken.

Lenggries - Eine Rückschau veranschaulicht das breite Spektrum der Aufgaben. Am vergangenen Freitag war es noch eine Abendübung, bei der angehende Bergretter in einer realitätsnahen Situation am Sulzersteig (Seekar) zwei gestürzte Wanderinnen medizinisch versorgten, bevor sie mit der Gebirgstrage aus schwierigen Gelände abgeseilt wurden.

Am Samstag um 13.30 Uhr wurde es ernst. Am einem der Achselköpfe stürzte eine 50 Jahre alte Wanderin und zog sich eine Kopfplatzwunde sowie eine Schulterverletzung zu. Drei Bergwachtler machten sich über den Idealhang zu Fuß auf den Weg, während ein Bergretter vom Hubschrauber Christoph 1 aufgenommen wurde. Die 50-Jährige wurde in einem Bergesack gesichert und über die Winde in den Rettungshubschrauber gezogen, welcher die Patientin ins Klinikum nach Harlaching flog. Die Bergwacht München unterstützte die Rettungsaktion mit vier Mann vom Stützpunkt am Latschenkopf aus.

Sturz auf der Alm

Sehr früh aufstehen hieß es am Montagmorgen, als drei Bergretter und ein Notarzt gegen 4 Uhr zu einer gestürzten Person auf der Bergl-Alm in der Jachenau gerufen wurden. Ein 74-jähriger Münchner war auf der Treppe gestürzt und hatte sich eine schmerzhafte Rippenverletzung zugezogen. Nachmittags um 15.45 Uhr folgte Einsatz Nummer drei nahe Schloss Hohenburg. Eine ältere Dame war hingefallen und hatte sich die Schulter ausgekugelt. Glücklicherweise waren drei Mitglieder der Bergwacht zufällig vor Ort und versorgten die Frau.

Mitunter muss die Bergwacht auch den Kollegen aushelfen. Ebenfalls am Montagnachmittag wurden sie zu einer gestürzten schwangeren Frau in Wegscheid gerufen. Da der Rettungswagen eine lange Anfahrt gehabt hätte, sprangen die Bergretter in die Bresche und boten zusammen mit dem Notarzt schnelle Hilfe. Um Beeinträchtigungen des Kindes zu vermeiden, wurde die Patientin ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen geflogen.

Fünfmal Ernstfall: Am Grasleitensteig musste zum Beispiel ein 74-Jähriger per Hubschrauber geborgen werden.

Am Mittwoch gegen 10.45 Uhr schickte die Rettungsleitstelle die Bergwacht zu einem 74-jährigen Grünwalder, der oberhalb des Speichersees am Brauneck gestürzt war und sich am Sprunggelenk verletzt hatte. Drei Bergretter und ein Bergwachtnotarzt versorgen den Patienten und übergaben ihn im Tal einem Rettungswagen.

76-Jähriger stürzt mehrere Meter am Grasleitensteig

Kaum zurück in der Rettungswache, folgte der nächste Einsatz. Ein 76-Jähriger war beim Abstieg von der Lenggrieser Hütte auf dem Grasleitensteig ins Stolpern gekommen und mehrere Meter gestürzt. Dabei zog er sich Verletzungen am Oberschenkel und an der Halswirbelsäule sowie eine Kopfplatzwunde zu. Zwei Wanderinnen übernahmen die Erstversorgung und alarmierten die Rettungskräfte. Die Einsatzkräfte versorgten den Münchner und zogen zu einem raschen Abtransport in die Unfallklinik den Hubschrauber Christoph Murnau hinzu. Gegen 13.30 Uhr war der Einsatz beendet.  

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