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Jakob Hagenbucher baut knapp 500 Pfeifen aus. Jede einzelne wird mit Druckluft ausgeblasen, mit einer feuchten Bürste von innen gereinigt und von außen mit einem Mikrofasertuch poliert. Der Fachmann trägt dabei Gummihandschuhe.

Waldkirche

Schönheitskur für die Orgel

Lenggries – Staub ist der Feind jeder Orgel. Über die Jahre sammelt sich in den Pfeifen und den Balgen jede Menge davon an, und das ist für den Klang natürlich nicht förderlich. Außerdem verstimmt sich eine Orgel mit der Zeit leicht. Also steht alle acht bis zehn Jahre ein Großreinemachen an. So wie momentan bei der Orgel der Waldkirche in Lenggries.

Jakob Hagenbucher und seine Kollegen von der Firma „Kaps Orgelbau“ aus Eichenau zerlegen in diesen Tagen das Gerät und rücken dem Schmutz zu Leibe. 1954 wurde die Lenggrieser Steinmeyer-Orgel eingebaut und verrichtet seither treu ihren Dienst. Damit das auch so bleibt, muss Hagenbucher knapp 500 Pfeifen ausbauen. Jede einzelne wird mit Druckluft ausgeblasen, mit einer feuchten Bürste von innen gereinigt und von außen mit einem Mikrofasertuch poliert. Der Fachmann trägt dabei Gummihandschuhe. Doch damit nicht genug: Auch der gesamte Unterbau, der die Pfeifen trägt, wird ausgesaugt und gereinigt.

Für die Orgel der Waldkirche bleibt es heuer aber nicht beim Reinigen. Es stehen auch noch Umbauarbeiten an: Zwei neue Register werden eingebaut. „Das Register wird von vier Fuß auf acht Fuß umgebaut. Dadurch klingt es eine Oktave tiefer“, erklärt Hagenbucher. Außerdem werde noch eine zusätzliche Rohrflörte in den Korpus verbaut. Der Umbau verbessert den Klang.

Wenn nach knapp zwei Wochen alles gereinigt, umgebaut und zusammengesetzt ist, wird die Orgel neu gestimmt und kann dann für die nächsten acht bis zehn Jahre die Zuhörer mit ihrem schönen Klang erfreuen.

arp

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