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Bei der Eröffnung des Erasmus-Projekts: Die Lehrer der Partnerschulen aus Italien, Spanien und Griechenland mit dem Leiter der Lenggrieser Mittelschule, Bernd Kraft (li.), und Pro jektleiter Roman Zehetmaier (4. v. re.). Foto: Gokus

Lenggrieser Mittelschule

Erasmus-Projekt: Schüler durchforsten den Wald in ganz Europa

Bereits zum fünften Mal nimmt die Lenggrieser Mittelschule an einem Erasmus-Projekt teil. Heuer geht es um Naturschutz.

Lenggries „Welcome, Grias Eich, Benvenuti und Bienvenidos.“ Das stand dieser Tage an der Tafel des Musikzimmers der Lenggrieser Mittelschule. Dort ging es jetzt international zu, denn es fand der Eröffnungsabend des neuen Erasmusprojekts statt. Dazu wurden Lehrer der Partnerschulen aus Italien, Spanien und Griechenland mit Musik und Abendessen willkommen geheißen.

Bereits zum fünften Mal nimmt die Lenggrieser Schule an dem EU-Bildungsprojekt teil. Früher hieß es Comenius, nun läuft es unter dem Namen „Erasmus+“. Das Thema dieses Jahr: Wald. Oder, wie der offizielle Titel in der Bewerbung heißt, die Projektleiter Roman Zehetmaier ausgearbeitet hatte: „Discovering and exploring the forest by head, heart and hands“. Gemeinsam mit Schulleiter Bernd Kraft entwickelte er das Konzept und suchte sich auf einer speziellen Plattform Partnerschulen, die sich ebenfalls für das Thema Wald interessieren.

In den kommenden zwei Jahren wird es nun regen Kontakt unter den Schulen der drei anderen Länder geben. Geplant sind Schüleraustauschreisen, und natürlich wird es umgekehrt auch Besuch in Lenggries geben. Sechs Achtklässler – die sich zuvor dafür bewerben müssen – wohnen für eine Woche in Gastfamilien, die übrigens ebenfalls im ländlichen Gegenden zuhause sind. „Es ist für die Kinder wertvoll, einmal über den Tellerrand zu sehen“, sagten Zehetmaier und Kraft einhellig. „Sie sind, anders als im Urlaub, mitten im Land und können miterleben, wie es woanders läuft. Die meisten sind das erste Mal ohne Eltern unterwegs, auch das ist eine gute Erfahrung“. Schüler Seppi Neumüller war vergangenes Jahr im Zuge des vorherigen Projekts „Leben am Fluss“ in Litauen. „Das war ziemlich cool“ erzählt der Neuntklässler. „Ich hab mein Englisch verbessert, wir haben Moorwanderungen gemacht und andere Leute kennengelernt.“

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Doch in den zwei Jahren, die das „Erasmus+“-Projekt nun stattfindet, stehen natürlich noch viel mehr Dinge auf dem Programm. „Naturexkursionen und das Erkunden des Waldes, um wissenschaftliche Zusammenhänge zu begreifen und zum Beispiel auch die Veränderungen des Waldes aufgrund des Klimawandels zu erkennen“, zählt Roman Zehetmaier auf. 30 000 Euro Förderung gibt es von EU für das Projekt, das den Schülern – aber auch den Lehrern – Einblicke in das Leben anderswo, und gleichzeitig in das komplexe und wertvolle Ökosystem „Wald“ geben soll.

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Die Lehrer aus den italienischen, spanischen und griechischen Schulen hatten während der drei Tage ihres Aufenthalts in Lenggries einen straffen Stundenplan, besuchten unter anderem das ZUK in Benediktbeuern, unternahmen eine Wanderung zum Gaißacher Waldkindergarten oder bekamen eine Waldführung mit einem Förster. Ein „Dinner in a traditional bavarian restaurant“ im Lenggrieser „Altwirt“ oder der Besuch des Tölzer „Mühlfeldbräu“ durften natürlich auch nicht fehlen.  (ig)

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