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Verlässt Hohenburg: Klaus Fortner (49) ist seit zwei Jahren Schulleiter der St.-Ursula-Mädchenrealschule. Zum Schuljahresende hört er auf. 

Stelle zum 1. August ausgeschrieben

Schulleiter Klaus Fortner verlässt Realschule Hohenburg nach nur zwei Jahren

Klaus Fortner geht zum Ende des Schuljahres. Den Leiter der St.-Ursula-Mädchenrealschule zieht es zurück in seine Heimat Neuburg an der Donau. Er ist seit zwei Jahren in Lenggries. Ein Nachfolger wird derzeit gesucht.

Lenggries – Mit einer solarbetriebenen Papstfigur zog Klaus Fortner (49) im Februar 2015 in sein neues Büro in der St.-Ursula-Mädchenrealschule in Lenggries ein. Zum Ende des Schuljahres packt der Schulleiter seine Sachen wieder. Er hat eine neue Stelle in Markt Indersdorf (Kreis Dachau) bekommen.

„Ich gehe aus familiären Gründen“, sagt Fortner. Der Deutsch- und Religionslehrer kommt aus Neuburg an der Donau. Dort lebt seine Familie, und dort war Fortner auch 15 Jahre an der Maria-Ward-Mädchenrealschule tätig, bevor er nach Lenggries kam. Zwei Jahre lang pendelte Fortner am Wochenende in die 160 Kilometer entfernte Heimat.

Eigentlich war geplant, dass seine Familie auch nach Lenggries zieht, das habe sich aber schwieriger gestaltet als gedacht. „Wenn man Eltern oder Kinder hat, kann das immer sein“, sagt Fortner. Die genauen Hintergründe müssten aber nicht öffentlich werden. Jedenfalls will sich Fortner wieder Richtung Heimat orientieren. Mit der Stelle in Markt Indersdorf habe sich für ihn die Möglichkeit ergeben, wieder nach Hause ziehen zu können.

Fortner bleibt Erzdiözese treu

Die Schule, die Fortner leiten wird, ist ebenfalls eine Einrichtung der Erzdiözese, mit über 800 Schülern aber größer als die Hohenburger Realschule, die 463 Schülerinnen zählt. Zudem dürfen die Schule in Markt Indersdorf auch Buben besuchen. „Das wird eine Herausforderung“, sagt der 49-Jährige. Persönlichen Kontakt hatte er zwar noch nicht, die Internetseite der Realschule Vinzenz von Paul sehe aber vielversprechend aus.

Der Abschied von Hohenburg falle trotzdem nicht leicht, gesteht Fortner. Zum Einstand schwärmte der Schulleiter, Hohenburg sei der Wahnsinn. Das sieht er immer noch so. Außerdem „habe ich in den zwei Jahren etwas bewegt und würde gerne die Früchte tragen.“ Das Leben sei aber kein Wunschkonzert. „Es ist schon schade, aber es gibt höhere Werte.“ Eine öffentliche Bekanntgabe in der Schule gab es nicht, die Lehrer seien aber informiert, und Fortner geht davon aus, dass sich die Neuigkeit schnell herumspricht.

Der Träger der Mädchenrealschule, das Erzbischöfliche Ordinariat in München, hat die Stelle des Schulleiters zum 1. August ausgeschrieben. „Für die Schule ist das eine neue Chance“, so Fortner. Pressesprecherin Bettina Göbner kann bisher noch nichts über das Interesse an der Position sagen. „Ich hoffe, dass wir die Stelle wieder gut besetzen können“, sagt sie. Ein Mangel herrsche nicht.

Eine weitere Stelle ist in Hohenburg ausgeschrieben. Es wird ein Verwaltungsleiter gesucht. Hier verabschiedet sich aber niemand, es sei nur Unterstützung in der Buchhaltung nötig, erklärt Fortner. Durch Umstellungen in der Erzdiözese hätten sich viele neue Aufgaben ergeben. „Mit zwei Schulen hat man ohnehin gut zu tun, und die Arbeit ist einfach mehr geworden.“

sw

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