An der Unfallstelle: Der Patient und dessen Begleiter hatten sich als Schutz vor dem Wetter eine Höhle in den Schnee gegraben.
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An der Unfallstelle: Der Patient und dessen Begleiter hatten sich als Schutz vor dem Wetter eine Höhle in den Schnee gegraben.

Bergwacht Lenggries muss am Brauneck helfen

Schulter ausgekugelt: Stundenlanger Einsatz

  • Stefanie Wegele
    vonStefanie Wegele
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Lenggries – Zu einer aufwendigen, mehr als sechsstündigen Rettungsaktion am Brauneck ist die Bergwacht Lenggries am Samstag ausgerückt. Der Grund: Ein Mann war unglücklich auf den Arm gestürzt und kugelte sich die Schulter aus. Acht Einsatzkräfte waren im Einsatz.

Nach Angaben der Bergwacht hatten zwei Männer aus München von Freitag auf Samstag am Grad der Achselköpfe übernachtet. Am nächsten Morgen, auf dem Weg zur Benediktenwand, stürzte dann einer der beiden. Wegen des starken Windes und der schlechten Sicht war es nicht möglich, zwei der Retter direkt mit dem Hubschrauber vor Ort am Patienten abzusetzen. Trotzdem machten sich vier der ehrenamtlichen Bergretter flugfertig. Jeweils zu zweit wurden die Einsatzkräfte mit dem Christoph Murnau im Längental per Winde abgesetzt. Mit einem Bergwacht- Notarzt in der Gruppe aus den vier Bergrettern stiegen diese auf Skiern über die Probstalm auf zu dem Verletzten. Parallel dazu machten sich jeweils zwei Einsatzkräfte mit Skidoos über die Piste auf den Weg zur Stiealm. Von dort aus brachte der Wirt der Stiealm die vier mit der eigenen Pistenraupe den Idealhang hinauf. Durch die Spur der Pistenraupe konnte einer der beiden Skidoos von einem Fahrer nachgefahren werden.

Anschließend gingen die Ehrenamtlichen mit Schneeschuhen und Tourenski bis zum Unfallort. Der Verunglückte kam derweil mit dem vierköpfigen Team der Bergwacht, welches zwischenzeitlich bei ihm eingetroffen war, dem Notarzt und der zweiten Gruppe ein Stück entgegen. Die Retter konnten die Schulter wieder einrenken. Mit geschientem Arm konnte der Patient den acht Ehrenamtlichen zurück zum Idealhang folgen. Von dort aus ging es mit dem Skidoo zur Stiealm. Die beiden Münchner konnten selbstständig die Heimreise antreten.

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