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Kunstschnee macht‘s möglich: Am Lenggrieser Streidlhang (Foto) sowie am Draxl- und auch am Jaudenhang in Wegscheid ist bereits Skibetrieb möglich. 

Wintersport im Isarwinkel 

Ski fahren in Wegscheid, Schlittschuh laufen in der Jachenau

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Bad Tölz-Wolfratshausen – Seit Leonhardi hat es im südlichen Landkreis so gut wie nicht mehr geschneit. Da stellen sich vor allem Ski- und Eislauf-Begeisterte die Frage: Wann wird’s mal wieder richtig Winter? 

Tatsächlich halten sich die Wintersport-Möglichkeiten in der Region in engen Grenzen. Immerhin: Am Brauneck sind aktuell drei Abfahrten geöffnet. Am Streidlhang, am Jaudenhang und am Draxlhang herrscht Betrieb. „Die Skikurse und Kinderkurse sind gut versorgt“, erklärt Peter Lorenz, Geschäftsführer der Brauneck-Bahn. Und auch sonst tummeln sich ihm zufolge schon reichlich Skifahrer auf den Pisten. „Jeder Liftbügel ist besetzt.“

Bei der zuletzt herrschenden Inversions-Wetterlage war es im Tal meist kälter als weiter oben am Berg. „Deswegen ist es unten mit dem Beschneien recht gut gegangen“, sagt Lorenz. In höheren Lagen sind die Schneekanonen auch schon in Betrieb. „Ich schätze, nächste Woche wird es gehen mit dem Skifahren“, sagt Lorenz – und gibt zu, dass sich diese Prognose ebenso stark auf den Wetterbericht wie auf sein persönliches Wunschdenken stützt. Denn obwohl aktuell auch etliche Ausflügler mit der Bergbahn zum Sonnen aufs Brauneck fahren: „Ganz zufrieden sind wir bis jetzt nicht.“

Wer ein paar Runden auf Schlittschuhen drehen will, der wird dieser Tage in der Jachenau fündig. „Seit vor Weihnachten“ sei der dortige Eisplatz geöffnet, erklärt Rosmarie Fischer von der Gästeinformation. Der Platz liege schattig, die Gefahr, dass das Eis zwischendurch taut, sei somit gering.

Ganz anders auf dem Natureisplatz in Lenggries: „An Heiligabend haben wir schon super Eis gehabt“, berichtet Helmut Henkel, Vorstandsmitglied der Eishockeyfreunde Lenggries, die den Platz betreiben. Am 24. Dezember hätten allerdings „die meisten etwas anderes vorgehabt“, sagt Henkel mit einem Lachen – und danach schmolz das Eis auch schon wieder. Derzeit ist der Eisplatz deswegen geschlossen. Das könnte sich aber bald ändern. Denn in den kommenden Nächten wollen die Eishockeyfreunde wieder neues Wasser aufspritzen. „Zwei bis drei Nächte brauchen wir, um eine vier bis fünf Zentimeter dicke Eisdecke hinzubringen“, sagt Henkel. Und dann kann’s wieder losgehen.

Auf Seen und Weihern Schlittschuh zu laufen, davon rät Ingo Roeske, Technischer Leiter der Wasserwacht Bad Tölz-Wolfratshausen, dagegen vorläufig ab. „Wenn wir zwei bis drei Nächte in Folge zweistellige Minusgrade hätten, dann wäre es okay“, sagt er. „Im Moment ist es aber nicht kalt genug, um ungefährlich auf Eisflächen gehen zu können“, warnt er.

In Geduld üben müssen sich auch die Langläufer. Selbst für die Jachenau muss Rosmarie Fischer von der Gästeinformation feststellen: „Vom Spuren der Loipen sind wir meilenweit entfernt.“

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