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Für ihre jahrzehntelange Vereinstreue wurden zahlreiche Mitglieder geehrt. Zweiter Vorsitzender Toni Danner (4. v. re.) sowie (v. re.) Schriftführerin Barbara Kell und Vorsitzender Karl Gerg gratulierten (v. li.) Kaspar Kell (50 Jahre Mitgliedschaft), Gerhard Hammerl, Klaus Knirk (beide 40), Ernst und Brigitte März, Hans Fischhaber (alle 50), Eva Stadler sowie Laurentius und Lorenz Huppenberger (alle 25).

Versammlung

Skiclub Lenggries ist „ein Aushängeschild“

Der Skiclub Lenggries blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück - nicht nur in sportlicher Hinsicht.

Lenggries – Berechtigter Stolz schwang da schon in der Stimme des Lenggrieser Skiclubchefs Karl Gerg mit, als er ausführte: „Wir haben unseren Schuldenstand in Sachen Flutlicht in nur zwei Jahren von über 300 000 Euro auf jetzt etwa 100 000 runtergedrückt.“ Die Vereinsmitglieder nahmen dies in der Jahresversammlung im Creaktivum des Arabella Brauneck-Hotels mit Wohlgefallen auf.

Dabei hatte der TÜV dem Verein noch kurz vor Inbetriebnahme des Flutlichts einen unerwarteten Streich gespielt. „Die haben uns klipp und klar mitgeteilt, dass wir jetzt noch eine Notbeleuchtung für den Sessellift benötigen“, erläuterte der Vereinsvorsitzende. In vorherigen Jahren, ohne Beleuchtung des Weltcup-Hangs, war dies nicht notwendig gewesen, da der Lift bei Dunkelheit sowieso nicht in Betrieb war. Auf rund 32 000 Euro belief sich der Kostenvoranschlag für die zusätzliche Beleuchtung. „Doch dann konnten wir auf die Schnelle noch einige Sponsoren gewinnen, die uns Mittel und Material zur Verfügung stellten“, so Gerg. Da zudem zahlreiche Mitglieder kräftig mit anpackten, kostete das Ganze letztlich nur noch 16 000 Euro. „Ohne unsere vielen freiwilligen Helfer würde es nicht gehen. Da muss man nur anrufen, und sie kommen sofort“, sprach der SCL-Chef seinen „sehr großen Dank“ aus.

Nicht nur bei Arbeitsleistungen, auch bei den Skirennen ist der Personalbedarf erheblich. „Da werden jedes Mal 15 bis 20 Leute benötigt, fast an jedem Winter-Wochenende“, sagte Gerg. 24 Rennen waren es in der Saison 2017/18 am Weltcup-Hang. „Und für den Winter 18/19 ist der Kalender auch schon wieder voll.“

„Mit der maschinellen Beschneiung und dem neuen Flutlicht haben wir jetzt eine wesentlich bessere Trainings-Situation“, betonte der alpine Jugend-Sportwart Karl Haider jun.: „Ich bin überzeugt, dass sich das auf lange Sicht auch in sportlichen Leistungen niederschlagen wird.“ Im Vergleich mit den Wintersport-Standorten Garmisch und Oberstdorf, würde man im Isarwinkel zwar „in der gleichen Liga mitspielen, aber wir machen das alles mit ehrenamtlichen Trainern und Betreuern“. Und Haiders Vater, der auch weiterhin als kommissarischer Gesamt-Sportwart fungiert, fügte an: „Der Lenggrieser Skiclub arbeitet nur für den Nachwuchs.“

„Der Zusammenhalt ist Euer Erfolgsrezept“, lobte Bürgermeister Werner Weindl. Erstaunlich sei vor allem, dass der Verein, obwohl nur ehrenamtlich gearbeitet werde, das finanzielle Volumen eines mittelständischen Unternehmens erreiche: „Hut ab! Ihr seid ein Aushängeschild der Gemeinde.“ In Sachen Flutlicht-Finanzierung mahnte Gerg noch die ausstehende 35 000-Euro-Rate des gemeindlichen Zuschusses an, worauf Weindl erklärte: „Die Anweisung habe ich dieser Tage unterschrieben.“ esc

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