Schock für Box-Champion Manuel Charr! WM-Kampf wegen positiver Doping-Probe geplatzt

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Schlange stehen für ein Stück vom Skifahrerglück: Wer am Aschermittwoch den Traumtag am Brauneck genießen wollte, musste etwas Geduld mitbringen, wurde danach aber reichlich entlohnt.

Hochbetrieb und viel Arbeit für Bergwacht

Skigebiete: Traumtage mit Schattenseiten

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Traumhafte Tage für den Wintersport bieten sich derzeit im Tölzer Land. Überschattet wird die positive Bilanz von mehreren Unfällen. Und einige Skifahrer tranken am Faschingsdienstag über ihren Durst.

Bad Tölz-Wolfratshausen– Gewaltig was geboten war auf den Pisten an den Faschingstagen und am Aschermittwoch. Das herrliche Wetter und die guten Schneebedingungen lockten die Wintersportler nach draußen.

Auch wenn der Verkehr bei der Anfahrt auf das Brauneck schon etwas zäher floss: Laut Andreas Rohrhofer, stellvertretender Leiter der Tölzer Polizeiinspektion, habe man am Montag, Dienstag und Mittwoch bis Mittag noch kein Chaos feststellen können. Auf den Pisten seien an den Faschingstagen viele Maschkera unterwegs gewesen.

Dass Ferien sind, merkt auch der Reiserlift. „Es ist gut was los, viele Kinder sind da“, heißt es aus Gaißach. Die Piste sei in sehr gutem Zustand, man habe die ganze Nacht Schnee gemacht. Auch an den Faschingstagen war ordentlich Betrieb auf der Piste. Dabei gebe es zwei Stoßzeiten: Einige seien bereits in der Früh da – der Reiserlift öffnet jetzt in den Ferien schon um 9 Uhr –, mittags komme der nächste Schwung.

Das bestätigt Antonia Asenstorfer, Beauftragte für die Pressearbeit, für das Brauneck. „Es gibt zwei Wellen. Einige kommen ganz in der Früh, viele am späten Vormittag.“ Am Montag sei der Andrang aufgrund des Wetters noch etwas verhalten gewesen. „Am Dienstag war schon richtig was los, viele waren maskiert auf der Piste, da ja in den Hütten einiges geboten war.“ Auch am Aschermittwoch war das Brauneck gut besucht. Unter den Besuchern seien wohl auch einige Touristen, „denn wir haben in den letzten Tagen und auch schon Wochen viele Mehrtagestickets verkauft“, sagt Asenstorfer.

Etwaige Parkplatzprobleme wie teilweise in der Vergangenheit habe es heuer nicht gegeben. „Die gab es nur, wenn die Wiesen zu nass waren“, sagt Asenstorfer. Aber dieses Jahr sei der Boden fest, man habe die Parkplätze eingewalzt, „daher stehen ausreichend zur Verfügung“.

Ganz zufrieden mit der Resonanz bisher in den Faschingsferien ist auch Hannes Zintel von der Blombergbahn. „Gottseidank sind die Bedingungen jetzt etwas besser.“ Denn der schneearme Januar sei „desaströs“ gewesen. „Da waren wir nur bei 20 Prozent der Einnahmen vom Vorjahr“, sagt Zintel. „Ich bin glücklich, dass es jetzt in den Ferien freundlicher ist.“

Viele Gäste nutzen die Winterrodelbahn, aber es gibt auch einige Wandergäste, was gerade bei Familien mit Kindern beliebt sei. „Unser Hauptthema bleibt aber das Rodeln.“ Auch der Blombergblitz hat geöffnet und wird eifrig genutzt. „Sich beim Runterrodeln die kühle Luft um die Nase wehen zu lassen – das ist genau das, was die Leute suchen.“

Getrübt wurde die Bilanz jedoch von zahlreichen Bergwacht-Einsätzen am Brauneck (wir berichteten). Am Faschingsdienstag spielte auch das Thema Alkohol eine große Rolle. „Eigentlich war es ein wunderbarer Skitag mit tollem Wetter und perfektem Schnee“, sagt Volker Eisele von der Bergwacht Wolfratshausen, die dort auch mit im Einsatz ist. Am Dienstagnachmittag sei den Ehrenamtlichen beim Anblick der vielen Maschkera dann jedoch klar geworden, dass diese bald Hilfe brauchen würden. Vor Ort waren dann sechs Bergwachtler und Mitarbeiter der Skiwacht in Bereitschaft. Am frühen Abend mussten sie mehrere angetrunkene Personen auf Skiern ins Tal begleiten, „weil sie es alleine nicht mehr geschafft hätten“. Zudem verletzte sich ein Mann am Knie und wurde mit dem Skidoo ins Tal gebracht.

Um kurz nach 19 Uhr ereignete sich schließlich noch eine schlimme Kollision. Laut Polizei stießen eine 19-Jährige und ein 21-Jähriger, beide aus Lenggries, zusammen. Die beiden Bekannten waren auf der Milchhäusl-Abfahrt unterwegs, im Dunkeln und ohne Helm. Der Zusammenprall passierte am Jaudenhang kurz vor dem Parkplatz. Warum, versucht noch ein Beamter der Alpinen Einsatzgruppe zu klären. Laut Polizei war kein Alkohol im Spiel. Die Bergwacht war laut Eisele nach zwei Minuten bei den beiden, dann folgten Skiwacht, BRK und Polizei. Der Mann blieb unverletzt, doch für die junge Frau wurde ein Hubschrauber angefordert, um sie in die Unfallklinik Murnau zu bringen. Deshalb wurde die Feuerwehr Lenggries gerufen, um den Landeplatz auszuleuchten. „Die Zusammenarbeit lief sehr gut, alles klappte Hand in Hand“, sagt Eisele. Wie es der Verletzten geht, war am Mittwoch nicht zu erfahren.

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