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Die Bergwacht plant eifrig am Neubau der Rettungswache.

Neubau der Rettungswache

Spendenbereitschaft macht Lenggrieser Bergwacht Mut

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Die Lenggrieser Bergwacht ist zuversichtlich ins neue Jahr gestartet. Der Spendenaufruf zur Unterstützung der Neubaupläne hat großes Echo gefunden. 

Lenggries – Die Lenggrieser Bergwacht ist froh über die große Spendenbereitschaft und dankt allen, die die Neubaupläne für die Rettungswache unterstützen. „Das macht uns Mut, dass das nötige Geld für den Neubau vielleicht schon im Jahr 2022 beisammen ist“, sagt der Lenggrieser Bereitschaftsleiter Christoph Brenninger. „Dann könnten wir endlich mit dem Bau einer modernen Bergrettungswache beginnen.“ 

Brenninger weiß, dass es noch ein weiter Weg ist. Die Verhandlungen über das ins Auge gefasste Grundstück seien noch immer „nicht in trockenen Tüchern“. Aber die Gespräche mit dem Grundstückseigentümer und der Gemeinde seien auf einem guten Weg. Brenninger kann sich vorstellen, dass man im neuen Jahr „zu einem guten Ende kommen kann“.

Schafkopfer und Realschülerinnen spenden für die Bergwacht

Es gibt verschiedene Wege, der Lenggrieser Bergwacht finanziell zu helfen. Darauf weist Sylvia Frei hin, die für die Öffentlichkeitsarbeit der Bergwacht zuständig ist. So besteht die Möglichkeit ein Fördermitglied zu werden und die Bereitschaft mit einem jährlichen Betrag zu unterstützen. Erbschaften stellen einen Weg dar, sogar über das Leben hinaus den Bergrettern zu helfen.

„Am häufigsten erhalten wir aber sogenannte Einzelspenden“, sagt Florian Siegl Kassier der Bergwacht Lenggries. „Und da haben sich die Spender im vergangenen Jahr einiges einfallen lassen, um uns zu unterstützen.“ So sammelte der Lengrieser Sepp Hundegger beispielsweise die Einnahmen von Schafkopfturnieren und spendete daraus schließlich 400 Euro. Die Realschule Hohenburg sammelte keine Spenden, sondern gab einen Teil ihrer Einnahmen vom Lichterzauber an die Bergretter weiter.

Spende auch aus der Aktion „Leser helfen helfen“

Auch der Tölzer Kurier wollte die Bergwacht Lenggries unterstützen. Aus der jährlichen Heimatzeitungs-Spendenaktion „Leser helfen helfen“ erhielt die Bergwacht Lenggries 5000 Euro. Die Sparkasse Lenggries, die die Bergwacht jährlich mit 1000 Euro unterstützt, meinte es laut Kassier Siegl besonders gut mit den Bergrettern. Sie überwies der Bergwacht zunächst 1500 Euro und noch einmal zum Jahresende eine Spende von 10 000 Euro.

Weitere Spenden von Privatpersonen und ortsansässigen Unternehmen gingen  bei den Bergrettern ein. „Alle in Bezug auf den Neubau eingegangenen Spenden werden nur für den Neubau verwendet, da es sich dabei um zweckgebundene Spenden handelt“, erklärt Siegl. Allerdings würde Geld nicht nur für den geplanten Neubau benötigt, sondern auch für den laufenden Betrieb der Rettungsorganisation. Siegl: „Zwar arbeiten alle Bergretter ehrenamtlich, doch die Aus- und Weiterbildungen, Materialbeschaffung und -instandhaltung, Beschaffung von Bergegeräten und medizinischer Ausrüstung sowie die Unterhaltung der Einsatzfahrzeuge sind laufende Kosten, die zum großen Teil durch Fördererbeiträge und Spenden beglichen werden, die nicht explizit für den Neubau gedacht sind.“

Spenden statt Geschenke - auch das hilft der Bergwacht

Spenden statt Geschenke: Diesen Geburtstagswunsch haben der Jachenauer David Warham und Hans Willibald aus Lenggries zu ihrem Ehrentag geäußert. Auf diese Weise gingen insgesamt 1500 Euro in der Bergwachtkasse ein. Nicht auf einer Geburtstagsfeier sondern einfach so in ihrem Freundeskreis hat Gretel Ruch gesammelt. Sie selbst ist seit Jahren begeisterte Bergsportlerin und wolle deshalb die Bergwacht unterstützen, erzählte sie bei der Spendenübergabe. Sie bastelte dazu eine Spendenkiste und bat Freunde und Familie für die Bergretter zu spenden. Die Hälfte des Betrags geht wunschgemäß an die Tölzer Bergwacht.

Weitere Infos gibt es auf www.bergwacht-lenggries.de

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