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Kasernenareal

Sportcamp mit mehr lokalem Bezug

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Lenggries – Die Gemeinde Lenggries stellt einen neuen Bebauungsplan für das Kasernenareal auf. Das beschloss am Montagabend der Gemeinderat. An den bisherigen Bebauungszielen ändert das wenig.

Auf den Flächen sollen weiterhin Nutzungen aus den Bereichen Sport, Freizeit und Bildung möglich sein. Der neue Bebauungsplan hat aber im Vergleich zum bisher geltenden zwei Vorteile: Die Gemeinde kann eine Veränderungssperre erlassen und sich ein Vorkaufsrecht an den drei Liegenschaften sichern, die ihr bislang noch nicht gehören.

Wie berichtet hatte die Gemeinde einen Großteil der Kasernenflächen im Dezember von der Projektgesellschaft Action Sports erworben. Abgesehen vom Areal, das der Luitpolderhöfe GmbH gehört, besitzt die Kommune nun den gesamten Grund mit Ausnahme des Lehrsaalgebäudes und des ehemaligen Unteroffizierscasinos. Diese stehen im Eigentum der L.e.b.e.n. GmbH. Ebenfalls nicht in Besitz der der Gemeinde ist der alte Mulistall. Diesen hatte Action Sports bereits vor Längerem an die Brauneck Lodge GmbH verkauft. Bislang gilt für die Flächen ein vorhabenbezogener Bebauungsplan, der alleine die Realisierung von Camp Woodward Europe vorsieht. Der Bau des Jugend-Sportcamps steht aber in den Sternen. Dennoch geht die Gemeinde davon aus, dass die Realisierung einer derartigen Nutzung „aufgrund der zum Projekt eingeholten Stellungnahmen und aufgrund aktuell vorliegender Investorenanfragen grundsätzlich möglich ist“, so Bauamtsleiter Anton Bammer. Tatsächlich führt die Gemeinde seit dem Kauf der Flächen Gespräche mit einem Interessenten. Der Standort sei ideal, weil er nah an den bestehenden touristischen Freizeitangeboten am Brauneck und an der Isar liegt, aber auch nah am Ortskern.

Insgesamt könnte sich die Gemeinde durchaus vorstellen, ein ähnliches Konzept wie das von Camp Woodward umzusetzen. Sie möchte sich aber nicht mehr unbedingt alleine auf einen Vorhabensträger festlegen, „sondern auch Teilnutzungen durch verschiedene Vorhabensträger möglich machen“, so Bammer. So könnten auch lokale oder regionale Partner eingebunden werden. Generell „soll die Planung einen stärkeren lokalen Bezug einer solchen Sport- und Freizeitnutzung umsetzen als die bisherige Planung unter Berücksichtigung des luxemburgischen Vorhabensträgers und des amerikanischen Lizenzträgers Camp Woodward tat“, so Bammer.

Zusätzlich soll der neue Bebauungsplan auch Nutzungen aus dem Bereich Bildung verstärkt ermöglichen.

Wichtig ist der Kommune generell, eine einheitliche Entwicklung für das mehr als zwölf Hektar große Areal zu finden. Dafür sei es auch wichtig, die Nutzungen auf den gemeindlichen und die auf den privaten Flächen aufeinander abzustimmen.

Die Neuaufstellung des Bebauungsplans wurde einstimmig beschlossen. Ebenso einmütig votierte der Gemeinderat im Anschluss dafür, eine zweijährige Veränderungssperre für das Areal zu erlassen. Diese sichert letztlich den Planungswillen der Gemeinde und sorgt dafür, dass im Prinzip keine baulichen Veränderungen möglich sind. „Wir müssen das baurechtlich auf ganz sichere Beine stellen“, sagte Bürgermeister Werner Weindl. Dafür sorgt auch der dritte Beschluss zu diesem Thema: Die Gemeinde sichert sich per Satzung ein Vorkaufsrecht an den drei Liegenschaften, die ihr bislang nicht gehören.

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