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Ein Bergwacht-Helfer wurde am Brauneck attackiert (Symbolbild).

Im Skigebiet attackiert 

Stockschlag gegen Bergwacht-Helfer am Brauneck: Polizei ermittelt

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Der Stockschlag gegen einen Bergwacht-Helfer am Brauneck hat nun doch noch ein Nachspiel.

Lenggries/Bad Tölz– Wie berichtet waren die Retter am Faschingsdienstag ausgerückt, um einer gestürzten Skifahrerin zu helfen. Während der Aktion musste die Piste gesperrt werden. Ein Skifahrer missachtete die Sperrung. Als er dafür zur Rede gestellt wurde, schlug er dreimal mit seinem Skistock auf einen der Bergwachtler, einen 58-jährigen Tölzer, ein. Einen vierten Versuch konnte der Bergwachtler mit dem Arm abwehren. Danach fuhr er davon, ehe seine Personalien aufgenommen werden konnten.

Die Bergwacht hatte den Vorfall nicht der Polizei gemeldet. „Wir haben es durch die Medien erfahren“, sagt Andreas Rohrhofer von der Tölzer Inspektion. Deshalb begannen die Kollegen der Lenggrieser Polizeiwache nachzuforschen und konnten den Geschädigten recht bald ausfindig machen. „Da er einen Skihelm trug, kam er mit einer leichten Schwellung und Kratzern davon“, sagt Rohrhofer. Dennoch liege der Tatbestand der schweren Körperverletzung vor, weil der Täter mit dem Skistock zugeschlagen habe.

Polizei wurde nicht sofort alarmiert

Eventuell hätte der Unbekannte von der Polizei abgefangen werden können, wären die Beamten sofort alarmiert worden, sagt Rohrhofer. So ist es nun ungewiss, ob der Mann ermittelt werden könne. Auch das Strafmaß hänge dann davon ab, ob der Täter ein unbeschriebenes Blatt sei und wie sich der genaue Tathergang in den Ermittlungen ergebe. Beschrieben wird er wie folgt: Etwa 60 Jahre alt, etwa 170 Zentimeter groß, drahtige Figur. Er sprach Bairisch. Der Mann trug eine Mütze und dunkle Skikleidung. Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 0 80 41/76 10 60 entgegen.

So oder so hat Rohrhofer für den Skifahrer einen Ratschlag: „Der Herr sollte auf jeden Fall über sein Benehmen nachdenken.“ 

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