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Letzte Vorbereitungen an der Bundesstraße 307. Nächste Woche beginnt die 3,3 Millionen Euro teure Sanierung der Verbindung in Richtung Achensee.

Sanierung der Fahrbahn

Straße am Sylvenstein: Letzter Bauabschnitt, letzte Geduldsprobe

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Die B 307 zwischen dem Sylvensteindamm und der Grenze zu Österreich ist von 18. bis 30. September komplett gesperrt. Aber es gibt eine Ausnahme.

Lenggries/Fall– Seit Anfang April arbeitet das Staatliche Bauamt Weilheim daran, die Bundesstraße 307 östlich von Fall zu sanieren. Jetzt müssen die Autofahrer noch einmal viel Geduld aufbringen: Ab kommendem Montag um 7 Uhr ist der Abschnitt zwischen dem Sylvensteindamm und der österreichischen Landesgrenze (Richtung Achensee) bis zum Morgen des 30. September komplett gesperrt, auch nachts. Da die Arbeiten stark witterungsabhängig sind, werden LED-Infotafeln die Verkehrsteilnehmer über eventuelle Änderungen informieren.

Eine Ausnahme steht schon jetzt fest: Um den Ausflugsverkehr nicht zu behindern, gilt die Vollsperre nicht am Samstag und Sonntag, 23. und 24. September. „Auf dieses Wochenende fällt auch noch der Almabtrieb“, erklärt Martin Glück, Bauleiter für den Bereich Bad Tölz-Wolfratshausen. Ab dem 25. September um 10 Uhr werden dann wieder bis zu 50 Bauarbeiter die Fahrbahndecke sanieren.

Zunächst gilt es, den bestehenden Asphalt auf dem sieben Kilometer langen Abschnitt abzufräsen. Anschließend bekommt die Straße laut Glück eine acht Zentimeter dicke Binde- und eine vier Zentimeter dicke Deckschicht. Das sei nötig, weil die Fahrbahn aktuell viele Schadstellen aufweise. Zu erkennen sind sie an kleinen Mulden, die zwar nicht dramatisch aussehen. „Aber sie zeigen, dass im Untergrund etwas nicht passt“, erklärt Glück.

Außerdem nimmt das Bauamt die sogenannten Brücken-Übergangskonstruktionen in Angriff. Sie gleichen Verschiebungen zwischen dem Ende der Straße und dem Beginn der Brücke aus, die zum Beispiel durch Temperaturschwankungen entstehen können.

Die vorbereitenden Arbeiten laufen bereits. Glück zufolge müssen die Autofahrer ihretwegen kaum mit Einschränkungen rechnen. Unter anderem werden die Entwässerungsrinnen erneuert und einige Parkplätze „neu strukturiert“. So haben die Bauarbeiter zum Beispiel klare Zufahrten zu den Parkplätzen geschaffen.

Wie berichtet, handelt es sich bei der anstehenden Vollsperre um den dritten Bauabschnitt, in dem die B 307 östlich von Fall saniert wird. In den vergangenen fünf Monaten hat das Bauamt bereits die Fahrbahndecke zwischen der Faller Klamm-Brücke und den Sylvensteindamm erneuert. Auch ein Teilstück der B 13 vom Sylvensteindamm bis zur Isarbrücke wurde erneuert. Diese Arbeiten konnten zum Teil nachts ausgeführt werden. Das ist laut Glück um diese Jahreszeit nicht mehr möglich, weil es schon zu kalt ist. Trotzdem entschied sich das Bauamt ganz bewusst dafür, die Maßnahme nicht in die Sommermonate zu legen, um den Ausflugsverkehr nicht zu beeinträchtigen.

Die Umleitung für den Zeitraum der Vollsperre ist ausgeschildert. Vom Achensee kommend führt sie über das Tegernseer Tal über die B 472 nach Bad Tölz und weiter über die B 13 zum Sylvensteindamm. Die Gegenrichtung verläuft analog.

Für die nun auftretenden Einschränkungen bittet das Bauamt alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis. Sind die Arbeiten abgeschlossen, dürfte Glück zufolge auch erst einmal Ruhe sein. Die Sanierung ist so umfassend, dass in den kommenden Jahren keine weiteren Sperren nötig sein dürften.

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