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Erläuterten die notwendigen Sanierungsarbeiten an der Schürpfengrabenbrücke: Robert Krebs (li.) , stellvertretender Forstbetriebsleiter, und Revierleiter Karl Karpinski.

An Sylvensteinsee

Radweg vier Wochen lang gesperrt

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Fall Der Tölzer Forstbetrieb muss seine Brücke über den Schürpfengraben sanieren. Dazu wird sie voraussichtlich vier Wochen lang gesperrt. Eigentlich kein Problem, denn viel Verkehr fließt nicht über die Brücke nahe dem Sylvenstein. Allerdings verläuft dort auch ein beliebter Radweg.

Die Strecke von Fall zum Achensee ist Teil des Fernradwegs München-Venezia beziehungsweise des Radwegs Via Bavarica Tyrolensis. Wer Steigungen nicht scheut, wählt hier die Strecke durch den Wald und vermeidet so die viel befahrene B 307 Richtung Achenpass. Landschaftlich ist der Weg äußerst lohnenswert. Von der jetzt zu sanierenden Brücke reicht der Blick weit über den Dürracharm des Sylvensteins. Etwa 80 Meter unter der Brücke tost der Schürpfenbach, sammelt sich in Gumpen und fließt schließlich in den Stausee.

1959 wurde die Brücke errichtet. Alle drei Jahre gibt es eine Zwischenprüfung, alle sechs Jahre eine große Kontrolle. Die jüngste habe nun gezeigt, dass an dem Bauwerk Sanierungsbedarf bestehe, erläutert Robert Krebs, stellvertretender Leiter des Tölzer Forstbetriebs, dem die Brücke gehört. „Wir müssen hier was machen“, sagt Krebs.

An der Breite wird sich nichts ändern. Allerdings wird die Fahrbahn erneuert, genauso wie die Schrammbords – sprich: die Gehsteige auf beiden Seiten. Außerdem gibt’s ein neues Geländer. Saniert wird zudem der Beton- und Stahlunterbau.

„Baubeginn ist am 19. September“, sagt Revierleiter Karl Karpinski. Ab diesem Montag wird die Brücke gesperrt sein – auch am Wochenende. „Und wir müssen sie wirklich total zumachen. Das heißt, man kommt nicht zu Fuß drüber und auch nicht mit dem Radl“, ergänzt Krebs. Und er warnt alle Uneinsichtigen: „Es ist wirklich nicht möglich, sich an der Seite vorbeizuhangeln. Das ist lebensgefährlich.“

Betroffen von der Sperrung ist auch ein Almbauer, der seine Flächen über diesen Forstweg erreicht. Der Landwirt sei aber informiert. „Er überlegt, ob er sein Vieh noch vor der Sperrung abtreibt“, sagt Karpinski. Auch der Forstbetrieb selbst hat in dieser Woche noch einige Transporte zu erledigen. „Wir müssen Käferholz rausbringen“, erklärt der Revierleiter.

Etwa vier Wochen wird die Brücke gesperrt bleiben. In dieser Zeit müssen Radler, die zum Achensee wollen, über die Bundesstraße 307 ausweichen. Wer zu einer Bergtour starten will, deren Anfangspunkt hinter der Brücke liegt, muss ebenfalls erst einmal den Weg auf der B 307 in Kauf nehmen. Über die Fahrradbrücke an der Walchen geht es dann zurück zu den Wanderwegen. „Man kann ja von beiden Seiten an die Schürpfengrabenbrücke heranfahren. Nur drüber kann man nicht“, so Krebs.

Damit niemand unvorbereitet vor der Baustelle steht, wird der Forstbetrieb in dieser Woche auf zahlreichen Plakaten entlang der Radwege auf die Sperrung hinweisen und auch die Umfahrungen erklären. Investiert wird in die Sanierung „ein mittlerer sechsstelliger Betrag“, sagt Krebs. Erledigt werden die Arbeiten von derselben Firma, die vor zwei Jahren die Dürrach-Brücke saniert hat.

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