Lawinenabgänge in den Chiemgauer Alpen - verschüttete Personen vermutet

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Wer hat dieses Walliser Landschaf und seine Herde gesehen?  

Tiere verschwunden

Keine Spur von den 17 vermissten Landschafen

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Von den 17 im Isarwinkel vermissten Walliser Landschafen fehlt nach wie vor jede Spur.  Doch der Besitzer gibt es die Hoffnung nicht auf. 

Lenggries/Wackersberg – „Leider ist bei mir noch kein einziger Hinweis eingegangen“, erklärt der Eigentümer, ein junger Wackersberger Schafzüchter. Wie berichtet standen die braunen, behornten Schafe im Hirschbachtal seit etwa einer Woche auf der Alm.

 Der Wackersberger entdeckte ihr Fehlen am Mittwoch und geht davon aus, dass die Tiere ausgebüxt sind. „Zuerst haben wir auch für möglich gehalten, dass sie gestohlen worden sind“, sagt der Züchter. Allerdings würden Kotspuren darauf hinweisen, dass sich die Schafe – ein rund 100 Kilo schwerer Bock und 16 Weibchen – selbstständig auf den Weg gemacht hätten. „Vielleicht hat sie ein Gewitter aufgeschreckt. Es kann gut sein, dass sie in Richtung Gaißach oder Tegernseer Tal gelaufen sind.“

Der Besitzer der Schafe zeigt sich zwar besorgt um seine Tiere, weiß aber gleichzeitig, dass sie sich in der Natur problemlos durchschlagen können. „Sie sind alle erwachsen, zwischen zwei und vier Jahren alt, haben also eine gewisse Erfahrung, und außerdem hilft ihnen ihr Naturinstinkt. Das ist keine überzüchtete Rasse, sondern das Walliser Landschaf hat schon über Jahrhunderte wild in den Bergen gelebt.“ Wasser und Nahrung seien in der Natur genügend vorhanden.

Der Schafzüchter hat nun zwischen Gaißach und Jachenau etliche Steckbriefe aufgehängt. Er setzt darauf, dass Almbauern, Jäger oder Wanderer Hinweise geben (Telefonnummer 0151/ 12 71 77 79).

Weniger Hoffnung, ihre Tiere wiederzusehen, hat unterdessen die Lenggrieser Landwirtin Agnes Oswald. Sie vermisst seit vergangenem Herbst vier schwarze Bergschafe, die ungefähr im selben Gebiet verschwanden wie jetzt die Bergschafe (wir berichteten). Bei Oswalds Tieren handelte es sich um zwei Mutterschafe und zwei Lämmer – letztere müssten, falls sie noch leben, inzwischen ausgewachsen sein. Agnes Oswalds Schafe standen zuletzt in einer größeren Herde am Brandkopf zwischen Seekar und Spitzkampen. Bei einem der Mutterschafe hat Oswald inzwischen traurige Gewissheit: „Wir haben ungefähr zwei oder drei Wochen später das Gerippe und die Ohrmarken gefunden.“ Es befand sich nicht weit vom Almgebiet entfernt, „an einer Stelle, wo das Schaf definitiv nicht abgestürzt sein kann“. Wie es ums Leben kam – laut Agnes Oswald ist das „ein ungeklärter Fall“. Auch wenn sie es für eher unwahrscheinlich hält: Die Landwirtin hat einen Rest Hoffnung, dass die drei fehlenden Schafe überlebt haben und noch irgendwo unterwegs sind. Sie nimmt Hinweise unter Telefon 0176/ 58 62 94 21 entgegen. 

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