Mit der Materialseilbahn haben freiwillige Helfer des Alpenvereins die neue Einbauküche zur 1830 hoch gelegenen Tölzer Hütte transportiert.
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Mit der Materialseilbahn haben freiwillige Helfer des Alpenvereins die neue Einbauküche zur 1830 hoch gelegenen Tölzer Hütte transportiert.

Wiedereröffnung am 25. Juni noch ungewiss

Tölzer Hütte am Schafreuter: Umbaumaßnahme unter besonderen Voraussetzungen

Umbaumaßnahmen auf 1800 Metern sind immer mit besonderen Herausforderungen verbunden. Bevor die neue Küche für die Tölzer Hütte eingebaut werden konnte, musste erst einmal der meterhoch liegende Schnee geräumt werden.

Bad Tölz/Hinterriß – Einen so schneereichen Winter hat es in den Bergen lange nicht mehr gegeben, wie die Bilder von der Umbaumaßnahme der 1830 Meter hoch gelegenen „Tölzer Hütte“ des Alpenvereins unter Beweis stellen. Hüttenwart Max Nichtl und freiwillige Helfer der Sektion Bad Tölz haben jetzt den Transport der neuen Einbauküche mittels der Materialseilbahn unterstützt und die Hütteneingänge von Schneeverwehungen befreit.

Die Hütteneingänge mussten bei der Renovierung von meterhohen Schneeverwehungen befreit werden.

Materialseilbahn ersetzt Hubschrauberflüge

Um Hubschrauberflüge zur Hütte am Schafreuter zu vermeiden, wurde die Küche in eigens dafür konstruierte Transportbehälter aus Spanplatten verpackt, die hinsichtlich ihrer Größe und ihres Gewichtes von der Materialseilbahn befördert werden konnten. „Eine tolle Aktion, die von den Beteiligten sehr viel technisches Verständnis erforderte“, lobt der kommissarische AV-Vorstand Peter Wiedemann die Freiwilligen der Sektion. Diese haben in mehrstündiger Arbeit die Hütteneingänge und den Verbindungsweg zur Bergstation der Materialseilbahn freigeschaufelt. Dazu musste der hart gepresste Altschnee mit der Motorsäge in Blöcke geschnitten werden.

Ob es am 25. Juni los geht, ist noch nicht ganz klar

Auf der Webseite des Alpenvereins werden der Saisonstart und die Wiedereröffnung der „Tölzer Hütte“ für den 25. Juni angekündigt, doch sowohl Peter Wiedemann als auch Bauleiter Wolfgang Buchner setzen dahinter noch ein kleines Fragezeichen. Wiedemann schränkt ein: „Ob und in welchem Umfang der Wirt dann Einlass zur Verköstigung und Übernachtung gewähren kann, hängt davon ab, was unter Corona-Bedingungen erlaubt sein wird.“ Buchner betont: „Bei dieser Umbaumaßnahme ist vieles anders, das ist keine Baustelle wie im Tal. Das gilt erst recht in Corona-Zeiten.“ rbe

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