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Tourismus-Befragung in Lenggries: Wo geht die Reise hin?

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Von: Felicitas Bogner

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 Bürgermeister Stefan Klaffenbacher, Nadine Mayer von der Freizeitarena Brauneck, Tourist-Information-Leiterin Maria Bader und EvaMaria Hofer von der Werbegemeinschaft Lenggries zu ihrem Tourismus  Online-Fragebogen
Wie wünschen sich die Bürger in Lenggries die Gestaltung des Tourismus? Dazu erarbeiteten (v.li.) Bürgermeister Stefan Klaffenbacher, Nadine Mayer von der Freizeitarena Brauneck, Tourist-Information-Leiterin Maria Bader und Eva-Maria Hofer von der Werbegemeinschaft Lenggries einen Online-Fragebogen. Beim Pressegespräch in der Tourist-Information stellten sie das Konzept vor.  © arp

Die Gemeinde Lenggries kündigt eine Online-Bürgerbefragung zur Tourismusakzeptanz an. Start ist am 1. Oktober.

Lenggries – Wie stehen die Bürger in Lenggries zum Thema Tourismus? Was stört sie und was ist ihnen dabei besonders wichtig? Das und vieles mehr rund um Ausflügler und Urlauber will die Gemeinde Lenggries nun in Erfahrung bringen. Anlässlich dessen gibt es im Oktober die Möglichkeit, bei einer Bürgerbefragung online teilzunehmen.

„Die Coronapandemie war hinsichtlich der Besucher und Urlauber für uns alle sehr anspruchsvoll“, sagt Bürgermeister Stefan Klaffenbacher beim Pressegespräch am Montagnachmittag. Es seien wesentlich mehr Menschen als sonst üblich zu Erholungszwecken in den Isarwinkel und in die Berge gekommen. „Nun ist es für uns wichtig herauszufinden, wie die Bevölkerung zum Tourismus steht und auch, ob sie dadurch eine Wertschöpfung für sich selbst sehen“, so der Rathauschef zu den Hintergründen. Überdies wolle man sich für die Zukunft wappnen und einen Fahrplan für die Entwicklung des Tourismus in der Gemeinde entwickeln.

Online-Befragung vom 1. Oktober bis 31. Oktober

Daher sehe Klaffenbacher die Onlinebefragung als ersten Schritt eines langfristig angestrebten Entwicklungsprozesses. Die Befragung führt die Kommune in Zusammenarbeit mit dem Arabella Brauneck Hotel, der Werbegemeinschaft Lenggries, der Freizeitarena Brauneck sowie dem Tourismusverein Lenggries durch. „Jeder kann mitmachen. Wir werden im ganzen Ort mit Plakaten darauf aufmerksam machen“, kündigt TI-Leiterin Maria Bader an.

„Man gibt bei der Umfrage seine Postleitzahl an, und – je nach dem – werden die Antworten bei der Auswertung gewichtet. Ein ausgefüllter Fragebogen von jemanden, der die Lenggrieser Postleitzahl als Wohnort angibt, fällt also stärker ins Gewicht, als ein Fragebogen, von jemanden mit einer norddeutschen Postleitzahl“, erklärt Bader.

2023 soll eine Zukunftswerkstatt zum Thema Tourismus stattfinden

Man hoffe auf rege Beteiligung der Lenggrieser Bürger. „Es dauert auch nur zirka zehn Minuten, das kann man auch einfach mal im Wartezimmer beim Arzt machen“, so Bader. Vorbild des Fragebogens sei ein ähnliches Projekt in Garmisch gewesen. „Aber die insgesamt 16 Fragen sind trotzdem speziell mit Blick auf unsere Region erstellt worden“, erklärt Bader. Der erste Fragenblock decke vor allem soziodemografische Fragen ab, sprich Angaben zum Alter, Geschlecht oder Bildungsstand des Befragten. Man erhoffe sich davon ein genaueres Profil von der Lenggrieser Bevölkerung und ihren Bedürfnissen zu erlangen. „Der zweite Fragenblock geht dann in erster Linie um Angaben zur Tourismusakzeptanz und -bewusstsein“, schildert Klaffenbacher.

Mit diesem QR-Code kann man die Befragung ab 1. Oktober öffnen
Mit diesem QR-Code kann man die Befragung ab 1. Oktober öffnen. © Gemeinde

Einfachheitshalber gebe es überwiegend Fragen mit Antwortmöglichkeiten zum Ankreuzen. „Aber auch Punkte, bei denen jeder seine Meinung ausführen kann“, so Bader. Die Befragung findet vom 1. bis 31. Oktober statt und wird von dem Beratungsunternehmen dwif-Consulting durchgeführt. Die Teilnahme erfolgt anonym. Nach einigen negativen Stimmen zu Ausflüglern in der Region wolle die Gemeinde zeigen, die Sorgen der Bürger ernstzunehmen und sie aktiv zum Mitgestalten einladen.

„In einem zweiten Schritt wollen wir nach der Auswertung des Fragebogens eine Zukunftswerkstatt veranstalten“, verkündet Klaffenbacher. „Daran können bis zu 250 Einheimische teilnehmen.“ Wann und wo diese einmalige Veranstaltung zur Erarbeitung weiterer Ziele und Umsetzungsmöglichkeiten genau stattfinden, stehe noch nicht fest. „Das wird sicher erst im kommenden Jahr sein“, sagt Bader auf Nachfrage. „Das müssen wir nach der Befragung alles noch genauer planen.“ Fest stünde zum jetzigen Zeitpunkt, dass es bei der Zukunftswerkstatt verschiedene Stationen geben soll, an denen die Bürger Gestaltungsmöglichkeiten des Tourismus bewerten und diskutieren können. Wer an der Befragung teilnehmen will, kann ab 1. Oktober auch auf den hinter diesen Worten hinterlegten Link klicken: Online-Umfrage Tourismusakzeptanzbefragung Lenggries.

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