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Winter am Berg, Nebel im Tal: Skifahrer finden am Brauneck (hier am Zirkus) noch immer gute Bedingungen. 

Tourismus im Isarwinkel

Typische Osterferien

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Bad Tölz-Wolfratshausen - Ostern zwischen letzten Schneeflocken und den ersten Frühlingsboten: Die Buchungsanfragen für die Ferien im Isarwinkel sind ähnlich wechselhaft wie das Wetter. Grund zur Sorge besteht aber nicht.

Die Lenggrieser Gästeinformation nimmt in diesen Tagen laufend Buchungsanfragen entgegen, enttäuschen müssen die Mitarbeiter aber niemanden. „Es gibt in allen Kategorien noch freie Plätze“, sagt Ursula Grottenthaler. Die Tourismusleiterin tippt eine Buchungsanfrage für die Osterfeiertage in den Computer und es dauert ein bisschen. „Er denkt nach, das heißt, es gibt gerade viele Anfragen“, erklärt sie.

Die Nachfrage ist in den vergangenen Tagen gestiegen. Die meisten Gäste würden kurzfristig in diesen Osterferien entscheiden, ob sie nach Lenggries reisen wollen. „Es ist nicht die Hauptsaison“, sagt Grottenthaler. Dennoch ist sie zufrieden. „Der frühe Zeitpunkt der Ferien hat Vor- und Nachteile“, meint die Tourismusleiterin. Skifahren sei noch möglich, dafür sei es aber nicht so frühlingshaft.

Dass am Brauneck noch fünf Lifte und zehn Pisten in Betrieb sind (Stand: Karfreitag), ist aber nicht jedem bewusst. „Viele denken schon an Frühling“, sagt Peter Lorenz von der Brauneck-Bergbahn. Deswegen haben er und die Gästeinformation diese Woche mit der Aktion „Early Birds“ gelockt, bei der die Lifte um 7.30 Uhr starteten. „Die besten Verhältnisse sind in der Früh“, so Lorenz. Der Auftakt mit einem Gondelfrühstück für die ersten 100 Gäste am Montag verlief gut. „Die Brezen waren gleich weg.“ Auch an den folgenden Tagen nutzten einige Gruppen die frühe Öffnungszeit. Allerdings: „Bei schönem Wetter wäre es vielleicht mehr gewesen.“

Das Wetter ist tatsächlich nicht prickelnd, findet auch „Altwirt“ Robert Werner. „Skifahren ist für die meisten schon abgeschlossen, obwohl es noch gut geht.“ Dementsprechend fallen die Buchungen bei ihm aus: Die Hälfte der 23 Zimmer sind belegt. „Es könnte besser sein“, sagt Werner.

Das sei in den Osterferien normal, erklärt Klaus Bichler vom Landhaus Benediktenhof in Arzbach und ist zufrieden. Über die Feiertage seien seine Zimmer gut belegt, davor und danach allerdings weniger. „Wer Skifahren will, fährt gleich weiter rauf und wer Wärme will, fährt in den Süden.“ Dennoch haben sich unter die Stammgäste ein paar neue Besucher gemischt. „Ein paar sind Skifahrer, ein paar sind Wellnessgäste und manche wollen Winterwandern“, so Bichler.

Heuer ist das Brauneckhotel erstmals über Ostern geöffnet. Daher sagt Hoteldirektor Christoph Seitz: „Alles, was wir machen, ist gut.“ Mit einer Auslastung von unter 50 Prozent sei die Auslastung mit Weihnachten zwar nicht zu vergleichen, doch das sei kein Grund, zuzumachen. „Wir verzeichnen rege Buchungen für unseren Osterbrunch und die Aktivitäten an den Feiertagen.“

Ganz anders fällt der Blick ins Gästebuch bei Maria Heiß aus, die Ferienwohnungen am Lahnerbach in Lenggries betreibt. „Das Haus ist voll“, sagt Heiß. Alle Gäste hätten schon länger gebucht und sind zum Skifahren gekommen. „Wir sind sehr zufrieden mit der Auslastung, auch Weihnachten, Silvester und Fasching waren gut.“

In die Jachenau hingegen verschlägt es keine Wintersportler in den Osterferien. „Es ist noch was frei“, sagt Rosemarie Fischer von der Gästeinformation Jachenau. „Da Ostern so früh ist, ist es zu matschig zum Wandern, aber Ostern ist von Haus aus nicht so gut gebucht“, so Fischer. Ganz leergefegt sind die Jachenauer Gästehäuser aber nicht: „Wir haben einige Stammgäste, die zum Bauerntheater kommen, egal wie das Wetter ist.“

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