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Die Clips, die bei Schmied Markus Pollinger in Lenggries gedreht werden, sind in Deutschland in sozialen Medien zu sehen. Pollinger zeigt zum Beispiel, wie ein Messer entsteht.

Für Serie „Forged in Fire“

TV-Sender dreht bei Lenggrieser Schmied: Kamera ab bei 1200 Grad

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„Forged in Fire“, im Feuer geschmiedet also, heißt eine US-amerikanische Fernsehsendung. Demnächst läuft die fünfte Staffel in Deutschland an. In einer Begleit-Dokumentation dabei: Schmied Markus Pollinger aus Lenggries.

Lenggries– Am Schluss darf sogar Marketingchefin Angelika Zank mit anpacken: Mit dem schweren Hammer schlägt sie auf das glühende Eisen. Kameramann Florian Kemeter hält drauf – und Schnitt. Alles im Kasten. In der Schmiede des Lenggriesers Markus Pollinger wurden jüngst kurze Dokumentations-Clips gedreht.

Diese Filmchen werden rechtzeitig zum Start der fünften Staffel der Serie „Forged in Fire“ im Internet zu sehen sein. Die Sendung stammt aus Amerika. Zu sehen sind Schmiede, die gegeneinander antreten, um ihre Kunst zu beweisen. Aus unterschiedlichen Materialien stellen sie Schwerter oder Messer her, oft seien dies „abgefahrene Gegenstände und Schrott“, sagt Marco Hochmair, PR-Manager von A+E Networks Germany, welches die Serie produziert. Die Herausforderungen werden von Mal zu Mal größer. „Der Zeitdruck ist oft so groß, dass die Klingen kaputt gehen.“ Diese müssen nämlich ihre Tauglichkeit an Seilen oder Tierkadavern beweisen. Dem besten Schmied winkt am Ende ein Preisgeld.

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„Die Clips, die wir in Lenggries drehen, werden in den sozialen Medien in Deutschland zu sehen sein“, sagt Hochmair. Im Bild ist dann die Schmiede von innen und außen. Außerdem demonstriert Pollinger, wie ein Messer geschmiedet wird. An nur einem Tag entstanden die Aufnahmen. Die Nachbearbeitung dauert laut Hochmair ein bis drei Tage.

Die Fernsehleute suchten einen Schmied, „der vom Fach ist und auch Messer macht. Außerdem sollte es jemand aus der Region sein“, so Hochmair. A+E Networks sind in München ansässig. So wurden sie auf Pollinger aufmerksam, der bereits Fernseh-Erfahrungen sammeln konnte. Vergangenes Jahr wurde im Bayerischen Fernsehen ein Beitrag über ihn ausgestrahlt.

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Im Vorfeld des Staffel-Starts von „Forged in Fire“ am Donnerstag, 4. Oktober, werden die Clips begleitend verbreitet. Ein bis fünf Minuten dauern sie jeweils. „Es hat einen Mehrwert für die Zuschauer. Denn die einzelnen Arbeiten können in der Sendung nicht explizit dargestellt werden“, so Hochmair. So soll den Fans nach und nach die Schmiedekunst nähergebracht werden. „Markus Pollinger sieht sich als Künstler. Daher zeigt er viele verschiedene Facetten. Alles ist authentisch, nicht aufpoliert.“

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In Amerika habe die Sendung eine große Fangemeinde – vor allem unter Männern. „Da gibt es Leute, die sich einen Amboss in den Garten stellen und einfach drauflos hauen.“ Ihnen gefalle das Ursprüngliche, das das Schmieden repräsentiere. „Die Schmiede aus der Sendung haben Kultstatus.“ Daher gibt es laut Hochmair auch bereits einen so genannten Spin-off – also eine weitere Serie mit ähnlichem Thema. Hierbei müssen die Schmiede einen Hindernisparcours bewältigen.

Alles, was er in den Clips zeige, laufe genau so ab wie in seinem Arbeitsalltag, sagt Pollinger. „Aber man kann natürlich nur einen Ausschnitt davon sehen.“ Um ein Küchenmesser zu schmieden, sei er schon etwa einen Tag beschäftigt. Die Sendung „Forged in Fire“ verfolge er auch. „Für jeden, der sich für die Schmiedekunst interessiert, ist die nicht verkehrt“, sagt er augenzwinkernd. „Das Grundsätzliche kann man dabei mitbekommen.“

Die Sendung

Die fünfte Staffel von „Forged in Fire“ läuft ab Donnerstag, 4. Oktober, immer donnerstags um 21.50 Uhr auf dem Sender History. Begleitend dazu sind die Clips mit Markus Pollinger unter anderem unter www.history.de zu sehen.

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