Israel schränkt Zugang zum Tempelberg wieder ein - Neue Gewalt befürchtet

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Amtsgericht 

Überschlag mit 2,2 Promille: „Ziemlich dumme Aktion“

Man kann von Glück sprechen, dass nicht mehr passiert ist. Darüber waren sich alle Beteiligten einig, die der Verhandlung gegen einen 18-jährigen Lenggrieser beiwohnten, der sich wegen vorsätzlicher Trunkenheit vor dem Jugendrichter verantworten musste.

Lenggries/Wolfratshausen  Der junge Mann war am 23. Dezember vorigen Jahres gegen 4.30 Uhr am Greilinger Berg mit seinem BMW nach rechts aufs Bankett geraten. Beim Versuch gegenzulenken geriet der Wagen ins Schleudern, überschlug sich und blieb schließlich auf dem Dach liegen. Der Fahrer konnte sich selbst aus dem zu Schrott gefahrenen Auto befreien. Laut einer Blutprobe saß der Teenager mit mindestens 2,2 Promille hinterm Steuer.

„Das war eine ziemlich dumme Aktion“, gestand der Angeklagte. Nach einer Weihnachtsfeier mit seiner Firma hatte der Auszubildende noch bei einem Freund in Tölz weitergetrunken, ehe er auf die Idee kam, nach Hause zu fahren. Was dann genau passiert ist, konnte er nicht rekapitulieren. „Von der Fahrt weiß ich nichts. Ich war unter Schock“, erklärte der Lenggrieser. Er habe erst wieder bewusst etwas wahrgenommen, als ein anderer Autofahrer ihm geholfen habe.

„Alkohol ist total gefährlich, wie man sieht“, stellte Jugendrichter Urs Wäckerlin fest. Der Angeklagte, der seinen Führerschein erst drei Monate hatte, nickte beschämt. Inzwischen nehme er an einem Alkoholabstinenzprogramm teil.

Weil er „weit im Bereich der absoluten Fahruntüchtigkeit war“ (die bei 1,1 Promille beginnt) und einen Totalschaden am Auto (rund 16 000 Euro) verursacht hatte, beantragte die Staatsanwältin eine Geldstrafe in Höhe von 1400 Euro sowie noch zehn Monate Führerscheinsperre. Richter Wäckerlin hielt 700 Euro, zahlbar an die Caritas Suchtambulanz, für ausreichend. Darüber hinaus ordnete er drei Beratungsgespräche bei der Suchtberatung an und erteilte dem Angeklagten ein Alkoholverbot für ein Jahr. Zudem muss der Lenggrieser das begonnene Abstinenzprogramm fortführen. Auf seinen Führerschein, der ihm gleich nach dem Unfall abgenommen worden war, muss er noch weitere zehn Monate verzichten. rst

Rubriklistenbild: © dpa

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