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Vor allem im Winter beliebt ist die Florihütte am Brauneck. Bis zur kalten Jahreszeit soll sie wieder öffnen. 

Unzureichender Brandschutz 

Florianshütte vorerst geschlossen

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Lenggries – Die Flori-Hütte auf dem Brauneck ist in diesem Sommer geschlossen. Der Grund: Der Brandschutz ist nicht ausreichend. Jetzt muss saniert werden.

„Leider mussten wir die Hütte für die Sommersaison 2016 schließen“, heißt es auf der Facebook-Seite der Florianshütte – kurz Flori-Hütte – am Brauneck. Man hoffe, bis zum Winter wieder eröffnen zu können. Dass Wanderer bei der Hütte auf knapp 1300 Metern Höhe derzeit vor verschlossenen Türen stehen, liegt daran, dass bei einer Überprüfung Mängel beim Brandschutz festgestellt wurden. Die Hütte, die der Landeshauptstadt München gehört, steht neben Mitgliedern der Berufsfeuerwehr der Stadt auch allen weiteren Besuchern offen.

„Es gibt eine Nutzungsuntersagung als Beherbergungsbergungsbetrieb“, sagt Landratsamts-Sprecherin Sabine Schmid. Diese betrifft die Schlafräume im Obergeschoß. „Für eine Bewirtung im Erdgeschoß dürfte die Hütte genutzt werden“, so Schmid. Problematisch ist, dass es keinen zweiten Rettungsweg gibt. „Auf so einer Hütte ist Selbstrettung angesagt, da kommt nicht mal eben die Feuerwehr vorbei“, sagt Schmid. Der eine vorhandene Rettungsweg habe erhebliche Mängel. Werde kein zweiter einrichtet, könne keine Übernachtung erlaubt werden.

Warum geriet die Flori-Hütte ins Visier der Kontrolleure? Erst kürzlich, im Herbst vergangenen Jahres, habe der Pächter gewechselt, sagt Schmid. In einem solchen Fall frage das Bauamt nach, wie die bauliche Situation ist. „Aber es kann auch anlassbezogen oder durch einen Hinweis dazu kommen, dass der Brandschutz kontrolliert wird.“

Es müssten nun verschiedene Maßnahmen im Außen- und Innenbereich durchgeführt werden, sagt Gerhard Deiler. Er ist 2. Vorsitzender des Vereins Erholungsheim der Berufsfeuerwehr München, durch den die Hütte in den Jahren 1928 und 1929 erbaut wurde. „Das ist eine etwas langwierige Sache.“ Überraschend seien die Forderungen des Landratsamts Tölz für die Stadt München allerdings nicht gekommen. „Das zieht sich schon seit Januar hin.“ Deiler rechnet damit, dass auch andere Hütten vom Landratsamt überprüft werden. „Gerade seit dem Unglück in Schneizlreuth ist man da vorsichtig geworden.“ Dort kamen bei einem Brand in einem denkmalgeschützten Bauernhof im Jahr 2015 sechs Menschen ums Leben. Natürlich reagiere man auf einen Vorfall wie den in Schneizlreuth, sagt Schmid. „Wenn Gefahr für Leib und Leben besteht, muss etwas geändert werden.“ Das Landratsamt werde nun aber nicht alle Hütten auf dem Brauneck abklappern.

Dass Berghütten im Fokus stehen, wundert Hubert Walther, Wirt der „Tölzer Hütte“ am Brauneck, nicht. „Hütten sind nun einmal mehr aus Holz gebaut.“ Er versteht allerdings nicht, warum die Stadt München den Brandschutz auf der Florianshütte nicht geregelt bekommt. „Das ist eine Feuerwehrhütte. Es ist schon bedenklich, dass die Verantwortlichen dort nicht in der Lage sind, die Auflagen umzusetzen.“

Das Landratsamt habe reagieren müssen. Die Florianshütte sei aufgrund ihrer Lage – „ab vom Schuss“ – vorwiegend auf Übernachtungen spezialisiert. „Mir tut es um meine Kollegin leid. Die hatte bereits etliche Anmeldungen, hat einen Haufen Geld reingesteckt“, sagt Walther. Wirtin Cornelia Welzmiller selbst war telefonisch nicht erreichbar.

Wie geht es nun weiter? „Ich gehe davon aus, dass die Landeshauptstadt demnächst Pläne vorlegt“, sagt der Lenggrieser Bürgermeister Werner Weindl. Die Gemeinde sei von der Angelegenheit nur am Rande betroffen, die Gespräche laufen zwischen Landratsamt und Hüttenbesitzer. Allerdings könne die Florianshütte demnächst an die fertiggestellte Kanalisation anschließen.

Die Brandschutzmaßnahme werde bis 2017 laufen, berichtet Antje Jörg vom Presseamt der Stadt München auf Anfrage. „Da derzeit kein Beherbergungsbetrieb erlaubt ist und im Sommer nur wenige Wanderer die Hütte aufsuchen, wurde die Hütte ab August 2016 geschlossen.“ Für den Winterbetrieb soll aber wieder offen sein.

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