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Feiertag mit Nebenwirkungen: Im Längental kam die Bergwacht an Fronleichnam einem gestürzten Mountainbiker zu Hilfe (linkes Foto).

Hochbetrieb in den Bergen

Verletzte Wanderer, Mountainbiker und Gleitschirmflieger: Bergwacht im Dauereinsatz

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Das hochsommerliche Wetter sorgte in den vergangenen Ferientagen für Hochbetrieb in den Bergen. Dementsprechend viel Arbeit fiel für die Bergwachten an. Bei insgesamt vier Einsätzen mussten Verletzte per Hubschrauber ins Krankenhaus transportiert werden – allein an Fronleichnam flogen dreimal Helikopter über dem Isarwinkel.

Arzbach/Lenggries – Für die Bergwachten, die im Brauneckgebiet im Einsatz sind, begann der Feiertag Fronleichnam gleich mit einer Alarmierung am Morgen: Ein 16-jähriges Mädchen klagte über schlimme Bauchschmerzen. Wie die Bergwacht Lenggries berichtet, übernahmen die Retter ihre Erstversorgung und übergaben sie dem Krankenwagen.

In der Folge passierten gleich zwei Gleitschirmunfälle. Zunächst war ein Pilot am Kogel in einem Baum gelandet. Die Bergwacht befreite ihn samt Schirm aus dem Baumwipfel. Während dieser Mann unverletzt blieb, traf es einem anderen Gleitschirmflieger schlimmer. Laut Bergwacht war ein Pilot beim Anflug auf den Landeplatz in Not geraten, hatte den Rettungsschirm gezogen und sich schwer verletzt. Bei seiner Rettung „hatte der schonende Transport höchste Priorität, um bei einer möglichen Wirbelsäulenverletzung nicht noch mehr Schaden anzurichten“, berichtet die Bergwacht. Ein Hubschrauber brachte den Piloten ins Krankenhaus nach Harlaching.

Später hatten die Bergwacht-Helfer noch einen Doppeleinsatz bei der Quengeralm zu bewältigen. Zum einen war ein Radfahrer gestürzt und hatte sich dabei verletzt. Er klagte über starke Schmerzen. Zeitgleich, aber unabhängig davon fiel ein Wanderer im selben Gebiet wegen einer Kreislaufschwäche zu Boden. Nach der Erstversorgung durch die Bergwacht brachte der Hubschrauber Christoph Murnau beide zur Asklepios-Stadtklinik nach Bad Tölz.

An der Quengeralm nahm ein Hubschrauber gleich zwei Verletzte auf.

An Fronleichnam bekam auch die Bergwacht Bad Tölz Arbeit. Wie Sprecher Norbert Weinhuber mitteilt, ging dort gegen 12.30 ein Alarm ein, weil auf einem Feldweg im Bereich der Melcherstefflalm im Längental ein Mountainbiker gestürzt war. „Vor Ort trafen die Einsatzkräfte auf den am Kopf sowie an der Wirbelsäule verletzten Patienten und forderten zur Schmerztherapie einen Notarzt an“, so Weinhuber. Zudem war ein Rettungshubschrauber alarmiert worden – in diesem Fall „Christoph 40“ aus Augsburg, der sich gerade in der Nähe befand. Der besitzt allerdings keine Rettungswinde. Die Retter konnten ihn jedoch aufgrund ihrer guten Ortskenntnis zu einem geeigneten Landeplatz lotsen. Der Mountainbiker wurde ins Krankenhaus geflogen.

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Ein weiterer Helikoptereinsatz war bereits am Montag am Staffel nötig. Als gegen 16 Uhr der Alarm einging, weil sich eine Wanderin im Rißbachsattel am Knöchel verletzt hatte, war Eile geboten. Denn es drohte ein Gewitter. Der Hubschrauber „Christoph Murnau“ holte einen Bergwacht-Notarzt und einen Bergwacht-Sanitäter im Lenggrieser Tal ab. Gemeinsam suchten sie die Unfallstelle und wurden schnell fündig. Die Verletzte und ihr Begleiter winkten mit einer roten Jacke. Die Bergwachtler sowie eine weitere Notärztin wurden in das Gelände abgelassen.

Nachdem die Patientin versorgt und für den Transport vorbereitet war, konnte sie in die Unfallklinik Murnau geflogen werden. Ihren Begleiter brachte die Bergwacht zu Fuß ins Tal. Das Gewitter war glücklicherweise über der Jachenau hängen geblieben und erreichte den Einsatzort nicht mehr.

Für das Paar war mit der Verletzung der Frau ein größeres Wandervorhaben vorzeitig zu Ende gegangen. Schon auf der vierten Etappe mussten sie die Tour von München nach Venedig abbrechen. Den Unfall konnte auch ihre gute Ausrüstung nicht verhindern: Die Frau war über eine Wurzel gestolpert.

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