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Gemeinsam für die Umwelt (v. li.): Roland Herzog, Regina Turnhuber, Sarah Schlager, Vroni Bauer, Emily Grigoleit, Josef Birzele, Christoph Goppel, Nicolas Krajewski, Kaharina Reitzer, Dr. Sandra Krump, Tamara Höcherl (Lehrerin), Katharina Horvat (Leiterin der Umweltstation Königsdorf), Sina Köstler, Vitus und Korbinian (beide 7 Jahre). 

Jugendsiedlung Hochland

Viel Lob für ökologischen Fußabdruck

Die Eröffnung des ersten begehbaren ökologischen Fußabdrucks Deutschlands wurde am Freitag in der Jugendsiedlung mit einem Festakt und vielen Gästen gefeiert. Geschaffen haben den ganz besonderen Ökologie-Lehrpfad Schülerinnen des Hohenburger Gymnasiums.

Königsdorf/LenggriesDer begehbare ökologische Fußabdruck ist ein Irrgarten in Form eines riesigen Fußes – am besten zu sehen aus der Vogelperspektive. Über die Ferse führt ein Pfad hinein. Den Weg durch das rund 1000 Quadratmeter große verwinkelte Buchenheckenlabyrinth, nahe der Jugendbildungsstätte, weisen Umweltfragen. An jeder Kreuzung steht eine Tafel mit einer Frage, die sich auf umweltgerechtes Verhalten bezieht, wie etwa, wodurch man am meisten Wasser sparen kann oder im Winter Heizenergie. Jeweils zwei oder drei Antwortmöglichkeiten leiten in verschiedene Richtungen. Falsche Antworten führen in Sackgassen. Unterwegs gibt es jede Menge Infos und Denkanstöße. Ziel des begehbaren ökologische Fußabdrucks ist es, das Umweltbewusstsein der Besucher zu schärfen und so zu mehr Nachhaltigkeit beizutragen.

Geplant und umgesetzt wurde das ungewöhnliche Projekt von Projektseminar-Schülerinnen des katholischen St.-Ursula-Gymnasiums Hohenburg/Lenggries und ihrer Lehrerin Tamara Höcherl (wir berichteten). Sie haben das Buchenheckenlabyrinth in Form eines menschlichen Fußes geplant, gebaut, bepflanzt und mit einem interaktiven Lehrpfad ausgestattet. Das Vorbild hat Martin Hartmann im Nationalpark Gesäuse in der Steiermark entwickelt. Ein Konzept, das Höcherl sofort inspirierte. Auch ihre Schüler waren begeistert von der Idee, ein solches Vorhaben zu realisieren. Und so startete die Planung im Herbst 2014, fertig wurde das Projekt im Herbst letzten Jahres (siehe Kasten).

„Es war viel Arbeit, aber es hat sich gelohnt, und wir alle können stolz darauf sein“, sind sich die Gymnasiastinnen Sina (17), Regina (18) und Emily (18), die an dem Projekt mitarbeiteten, einig.

Beim Festakt zur Eröffnung, der trotz der kühlen Temperaturen im Freien stattfand, wurde nicht an Anerkennung für die Schüler und ihre Lehrerin gespart. „Die Schülerinnen aus Hohenburg haben sehr engagiert ein Thema aufgegriffen und über zwei Jahre mit Ideenreichtum, Tatkraft und Ausdauer als Projekt umgesetzt“, würdigte Josef Birzele, Leiter der Jugendsiedlung, die Leistung der Gymnasiastinnen. Der Einsatz habe sich gelohnt. Mittlerweile sei das Projekt schon mehrfach ausgezeichnet worden. Im Februar gewann die Schule den Bayerischen P-Seminar-Preis des Staatsministeriums für Untericht und Kultus, im März sogar den Deutschen Klimapreis der Allianz Umweltstiftung. Birzele versprach, das Labyrinth in einem guten Zustand zu halten.

Ministerialrat Dr. Christoph Goppel vom Bayerischen Umweltministerium dankte den Schülerinnen für die Idee und die Kreativität, die dahintersteckt. „Ihr seid echte Leuchttürme.“ Er hoffe, dass möglichst viel vom Fußabdruck weitergetragen werde. Auch Nicolas Krajewski vom Bayerischen Jugendring hob die einzigartige Leistung der Schülerinnen und das „sehr sehenswerte“ Ergebnis hervor. Dr. Sandra Krump, Leiterin des Ressorts Bildung im Erzbischöflichen Ordinariat München betonte, dass das Projekt deutlich mache, dass wir alle Spuren hinterlassen und nachfolgende Generationen mit unserem Fußabdruck leben müssen. „Ein Projekt, von dem man nur begeistert sein kann.“ 

Yvonne Zuber

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