Bergwacht Lenggries Rettung Geierstein
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Wanderer, die in der Dunkelheit am Geierstein die Orientierung verloren hatten, brachte die Lenggrieser Bergwacht ins Tal.

Einsätze der Lenggrieser Bergwacht

Wanderer verlieren in der Dunkelheit die Orientierung: Rettungsaktion am Geierstein

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
    VonVeronika Ahn-Tauchnitz
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Um ein verletztes und ein erkranktes Kind musste sich die Lenggrieser Bergwacht am Wochenende kümmern. Außerdem retteten die Ehrenamtlichen Wanderer, die in die Dunkelheit gekommen waren.

Lenggries - Viele Wanderer zog es am Wochenende auf die Berge im Isarwinkel. Dort herrschte herrlicher Sonnenschein, während sich im Tal zäh der Hochnebel hielt. Der löste sich erst ab einer Höhe von etwa 1200 Metern auf.

Wanderer aus München und Leipzig sitzen in der Dunkelheit am Geierstein fest

Am Samstag war es für die Dienstmannschaft der Bergwacht Lenggries bis in die Abendstunden sehr ruhig. „Um 21.16 Uhr wurden wir nach Dienstschluss alarmiert: Zwei Wanderer aus München und Leipzig waren beim Abstieg vom Geierstein in die Dunkelheit gekommen, hatten dabei die Orientierung verloren und waren auf die Hilfe der Bergwacht Lenggries angewiesen“, berichtet Bergwachtsprecherin Lina Feile. Vier ehrenamtliche Bergretter machten sich auf den Weg und brachten die Wanderer sicher ins Tal. Gegen 22.30 Uhr war der Einsatz beendet.

In diesem Zusammenhang weist die Bergwacht darauf hin, dass die Tage wieder deutlich kürzer werden und die Temperaturen am Berg nachts um den Gefrierpunkt liegen. „Bitte denkt bei euren Wanderungen an warme Kleidung und eine elektrische Lichtquelle. Die Lampe eines Mobiltelefons ersetzt keine Stirnlampe – der Handy-Akku soll für Notfälle geschont werden“, rät die Bergwacht. 

Dreijähriges Kind erleidet Anfall auf einer Hütte

In den frühen Morgenstunden des Sonntags wurde die Hilfe der Bergwacht dann erneut benötigt: Ein dreijähriges Kind erlitt einen akuten Kruppanfall auf einer Hütte im Brauneckgebiet. „Die diensthabenden Kollegen der Bergwacht am Latschenkopf versorgten das Kind und transportierten es zusammen mit der Mutter zum Übergabeort an den Landrettungsdienst“, so Feile.

Kind stürzt über Grashang ab und erleidet Kopfverletzung

Am Sonntagvormittag rückte die Bergwacht dann zu einem gestürzten dreijährigen Kind an der Lenggrieser Hütte am Seekar aus. Das Kind war mehrere Meter über einen Grashang abgestürzt. Dabei zog es sich eine Kopfplatzwunde zu. Nach kurzer medizinischer Versorgung wurde die Familie ins Tal transportiert. Dort übernahm der Landrettungsdienst.

Gegen Mittag alarmierte die Leitstelle erneut die Bergretter. Eine Frau war auf dem Brauneck-Panorama-Wanderweg in unmittelbarer Nähe der Bergstation zusammengebrochen. „Ein Voraustrupp der Bergwacht am Latschenkopf war schnell vor Ort und stellte die Verdachtsdiagnose Schlaganfall“, so Feile. Nach medizinischer Versorgung wurde die Patientin ebenfalls ins Tal transportiert. Dort kümmerte sich der BRK-Rettungsdienst um die Frau. (va/bw)

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