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Mitnahme erlaubt: Aber Tierbesitzer müssen für ihre Hunde am Brauneck seit einem Jahr eine Gebühr bezahlen. 

Tiertransport in der Bergbahn

Wenn die Gondeln Hunde tragen

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Lenggries - Wer seinen Hund mit aufs Brauneck nehmen möchte, muss seit etwa einem Jahr dafür bezahlen. „Wegelagerei“, findet ein Hundebesitzer. „Notwendig“, sagen die Verantwortlichen.

Tatsächlich werden seit etwa einem Jahr die Gebühren erhoben, erklärt Antonia Asenstorfer, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Brauneck Bergbahn. Die vier Euro gelten für die Berg- und Talfahrt, einfach kostet es zwei Euro. „Es ist grundsätzlich nicht ungewöhnlich, dass es etwas kostet. Wir waren eine der wenigen Bahnen, die bislang nichts verlangt haben.“ Einer der Gründe sei gewesen, dass etliche Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner auf dem Berg nicht richtig wegräumen. „Wir sind zuständig für die Ver- und Entsorgung auf dem Berg, müssen auch für saubere Wege sorgen. Leider sind nicht alle Besitzer verantwortungsbewusst.“ So seien die Wege oft von Hundekotbeuteln gesäumt. Auch sei es in den Kabinen schon des Öfteren zu „einem Malheur“ gekommen. Daher werden jetzt die Hundehalter mit einem „kleinen Obolus“ an den Kosten für die Entsorgung beteiligt.

Auch bei der Herzogstandbahn bezahlen Hundebesitzer für ihren Vierbeiner vier Euro für eine Berg- und Talfahrt. „Es fahren schon einige mit“, sagt Christian Held, stellvertretender Betriebsleiter. „Sie müssen angeleint sein und laut Beförderungsbedingungen eigentlich einen Maulkorb tragen.“ Das sei aber meistens nicht notwendig, es habe noch nie Schwierigkeiten gegeben. Prinzipiell sei es von Hund zu Hund unterschiedlich, wie er auf die Beförderung reagiert. „Manche merken den Druck auf den Ohren genau wie wir Menschen“, sagt Held. Man sehe es ihnen an, dass ihnen nicht ganz wohl bei der Sache ist.

Jede Woche transportiere er mehrere Hunde samt Besitzer auf den Blomberg, sagt Bahn-Geschäftsführer Hannes Zintel. „Wir machen das kostenfrei. Die meisten nehmen ihren Hund ja auf den Schoß.“ Das größte Tier, das die Blombergbahn nutzte, war bislang ein Schäferhund. Der Transport erfolge auf eigenes Risiko des Besitzers, erklärt Zintel. „Wir kennen den Hund ja nicht und wissen nicht, wie er reagiert.“ Sei ein Tier sehr unruhig, mache es keinen Sinn. „Aber die meisten mögen es.“

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