+
Beim Spatenstich für die Flutlicht-Anlage am Weltcup-Hang (v.li.): Nico Zörer (Firma Stich, Flutlichtanlagen), Barbara Kell, Robert Heger (Technischer Leiter Firma Stich), Hans Gerg (Betriebsleiter Brauneck-Bergbahn), Hans Wenig (Betriebsleiter Weltcup-Hang), SCL-Vorstand Karl Gerg, Sepp Steeb (Betriebsleiter Weltcup-Hang), Martina Ertl-Renz, SCL-Schatzmeister Rudi Baumann, Annemarie Gerg, Carlo Johann, Bürgermeister Werner Weindl, Karin Längst, Isabelle Johann und SCL-Ehrenvorsitzender Anton Kögl.

Spatenstich für Flutlichtanlage

Es werde Licht am Weltcup-Hang

Lenggries – „Eins, zwei, drei – schaufeln.“ Nach diesem Kommando von Bürgermeister Werner Weindl legten sich am Freitagnachmittag Skiclub-Vorstand Karl Gerg sowie die Ex-Ski-Stars Martina Ertl-Renz und Annemarie Gerg zum Spatenstich für die neue Flutlicht-Anlage am Weltcup-Hang kräftig ins Zeug.

Vier Wochen sind für den Bau der Fundamente für die 16 jeweils 18 Meter hohen Masten eingeplant. Dann werden Letztere per Hubschrauber aufgestellt, mit den Leuchtmitteln bestückt und verkabelt. „Und etwa ab Mitte November, wenn auch die restlichen Kleinarbeiten erledigt sind, sollte der Weltcup-Hang erstmals in hellem Licht erstrahlen“, so der Skiclub-Vorsitzende.

„Auch die Eingriffe in die Natur halten sich sehr im Rahmen, da wir zwischen den Masten keine Erdbewegungen brauchen“, erklärte Karl Gerg. So seien in den bereits vorhandenen Schächten für die Beschneiung genügend Leerrohre vorhanden, um die neuen Leuchten zu verkabeln. Die 16 Masten, von denen jeder bestückt an die 1,4 Tonnen wiegt, werden auf der Nordseite des Weltcup-Hangs unten vom Einstieg in den Sessellift bis hinauf zum Ausstieg im Abstand von etwa 40 bis 55 Metern gesetzt.

„Das ist der Beginn des nächsten Mammutprojekts des Skiclubs“, betonte Bürgermeister Weindl. „Aber der Verein hat mit dem eigenen Sessellift und der Beschneiungsanlage schon einige davon gemeistert. Da bin ich zuversichtlich, dass auch das klappt.“ Erst in der jüngsten Gemeinderatssitzung war beschlossen worden, das Projekt mit einem Zuschuss von 75 000 Euro und einer gemeindlichen Bürgschaft über weitere 150 000 Euro zu unterstützen. „Das Flutlicht ist absolut sinnvoll und die logische Weiterentwicklung der Anlagen auf dem Weltcup-Hang“, so Weindl.

Insgesamt muss der Skiclub für sein neues Licht Ausgaben von rund 250 000 Euro schultern. „Und da würden und weitere Sponsoren und auch Spender schon ein gutes Stück weiter vorwärtsbringen“, betonte Gerg. Er freut sich, dass bereits einige heimische Firmen bekundet hatten, mit Gerät und Arbeitsleistung das Projekt zu unterstützen. Seit mehr als zehn Jahren spukt der Flutlichtgedanke durch die Köpfe der Skiclub-Verantwortlichen. „Aber es ist immer wieder an den Finanzen gescheitert“, so der Club-Chef. Jetzt wurde die Sache besonders aus zwei Gründen immer dringlicher. Zum einen kann der SCL-Nachwuchs in Folge des vermehrten Nachmittags-Unterrichts kaum mehr bei Helligkeit trainieren. Zum anderen erwartet der Skiclub auch auf Trainerseite eine spürbare Erleichterung: „Viele unserer Trainer machen das ehrenamtlich neben ihrem Beruf. Da können sie am Abend auch leichter Zeit fürs Training aufbringen.“

Nicht zuletzt geht’s auch darum, in der Region wettbewerbsfähig zu bleiben, nachdem am Oedberg und auf dem Sonnbichl-Hang in Bad Wiessee bereits Flutlicht vorhanden ist. Der Skiclub Lenggries hat sich zum Einbau von Metall-Dampf-Leuchten entschlossen und auf LED-Technik verzichtet. „Das hat zwei Gründe“, so Gerg: „Die LED-Technik wäre uns fast dreimal so teuer gekommen, alleine die jetzt bestellten Leuchtmittel kosten uns 100 000 Euro. Und außerdem hätten wir mit den LEDs lediglich 200 Lux Lichtstärke zusammengebracht.“ Die Metall-Dampf-Leuchten lassen den Weltcup-Hang aber mit FIS-tauglichen 300 Lux erstrahlen.

Ewald Scheitterer

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Verletzte bei Unfall am Bahnübergang in Bichl
Bichl - Im dichten Schneetreiben hat sich am Montagabend ein Verkehrsunfall am Bahnübergang in Bichl ereignet.
Verletzte bei Unfall am Bahnübergang in Bichl
Bahnstrecke nach Kochel gesperrt
Derzeit ist die Strecke zwischen Bichl und Kochel gesperrt. Die Züge aus Richtung Tutzing verkehren bis Bichl und enden dort vorzeitig. Ein Schienenersatzverkehr mit Bus …
Bahnstrecke nach Kochel gesperrt
Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Montagabend
Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Montagabend
Brauneck: Eine Gämse auf Nahrungssuche 
Brauneck: Eine Gämse auf Nahrungssuche 

Kommentare