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Jung, dynamisch – und immer gut drauf: Nela und Andi Welzmiller, die Wirtsleute von der „Florihütte“.

Gastronomie

Wirtsleute mit Herzblut meistern ihre erste Saison auf der Florianshütte am Brauneck

Sie studierte Brau- und Getränketechnik, er ist gelernter IT-Systemkaufmann. Seit vier Monaten aber sind die Geschwister Cornelia und Andi Welzmiller die Wirtsleute auf der „Florianshütte“ am Brauneck. Nun blicken sie zurück auf einen „nahzu optimalen Winter“,

Lenggries Noch herrscht tiefer Winter am Brauneck. Beste Pistenverhältnisse ermöglichen reichlich Skigenuss. Langsam neigt sich die Saison jedoch dem Ende zu. „Es war ein nahezu optimaler Winter“, blickt Cornelia Welzmiller auf die vergangenen vier Monate zurück. Seit Anfang Dezember vergangenen Jahres ist die „Nela“ wieder Wirtin auf der „Florianshütte“, die seit 2016 komplett modernisiert wurde. Zusammen mit ihrem Bruder Andi, einem gelernten IT-Systemkaufmann, betreibt die Waakirchnerin den Berggasthof.

„Mit Leidenschaft und Herzblut, das ist Voraussetzung“, versichert Welzmiller, die in Weihenstephan Brau- und Getränketechnik studiert hat. Immer wieder wurde in der Freizeit bei ihrem Vorgänger Robert Rackwitz ausgeholfen, ehe sie 2015 das Angebot erhielt, die Hütte selbst zu pachten. „Schon bald nach der Übernahme folgte der Freude die Ernüchterung“, beschreibt sie die Nachricht über eklatante Mängel beim Brandschutz und die unumgängliche Schließung. Die „Florihütte“, wie sie im Volksmund genannt wird, musste umgebaut werden. „Da wurden nicht nur unbedingt notwendige Dinge erledigt“, berichtet die Wirtin. 

Dafür stehen jetzt neue Sanitäranlagen zur Verfügung, viel Tageslicht erhellt den Flur, das Lager ist komplett neu gestaltet, und selbstverständlich wurde auch eine moderne Brandmeldeanlage installiert. Gut zweieinhalb Jahre haben die Arbeiten gedauert – überwiegend von hiesigen Betrieben ausgeführt. Und die Wirtsleute haben, wo es möglich war, kräftig mit angepackt. „Fensterrahmen und -läden schleifen, das Inventar in Schwung bringen und natürlich die Reinigung der Baustelle. Wir waren ganz schön beschäftigt“, so die Wirtin, die in dieser Zeit auch noch bei der IHK eine Ausbildung zur Bilanzbuchhalterin erfolgreich abgeschlossen hat.

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Dann ging es zu Beginn des Winters endlich wieder los. Das Angebot für die hungrigen Skisportler, Snowboarder und auch viele Tourengeher ist verlockend. „Wir wollten weg von Spaghetti und Gulaschsuppe“, erklärt Nela Welzmiller die Speisekarte. „Semmelknedl-Carpaccio“ ist nun ebenso darauf zu finden wie ein Rahm-Putengeschnetzeltes oder der „Hüttnbörga“ vom Angusrind.

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Wenn die Wintersportler nach dem Einkehrschwung zur Talabfahrt starten ist auf der „Flori“ noch nicht Feierabend. 40 Betten stehen für Übernachtungen bereit. Eine ideale Voraussetzung für Gesellschaften, die Geburtstag, Jubiläum oder irgendein anderes Fest feiern wollen.

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Ein besonderes Schmankerl soll am 4. August zum „Fest am Berg“ geboten werden. „Da möchte ich das erste selbst gebraute Florianshüttenbier ausschenken“, verrät Nela Welzmiller. Die Voraussetzungen sind gegeben. Schließlich kommt die Wirtin ja aus der Welt der Biere.

Hans Demmel

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