Vom Haupttor aus wird sich künftig ein Zaun quer übers Gelände ziehen, um unliebsame Besucher fernzuhalten. arp/A

Kasernengelände

Zaun soll Autorennen und Müll verhindern

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Lenggries - Die Gemeinde Lenggries baut einen über 500 Meter langen Zaun rund um ihre Flächen auf dem Kasernenareal. Es gehe darum, die Liegenschaften zu sichern, sagte Bürgermeister Werner Weindl in der Bauausschusssitzung und berichtete von Einbrüchen, Müllablagerungen und illegalen Autorennen.

Die Gemeinde Lenggries baut einen über 500 Meter langen Zaun rund um ihre Flächen auf dem Kasernenareal. Es gehe darum, die Liegenschaften zu sichern, sagte Bürgermeister Werner Weindl in der Bauausschusssitzung und berichtete von Einbrüchen, Müllablagerungen und illegalen Autorennen.

Lenggries – Seit 31. März gehört der Gemeinde ein Großteil der ehemaligen Kasernenflächen. Für knapp fünf Millionen Euro hat die Kommune die Liegenschaft wie berichtet von der Gesellschaft Action Sports gekauft. Die nicht genehmigten Zwischennutzungen seien mittlerweile beendet, berichtete Rathauschef Weindl am Montag im Bauausschuss. Dieser Zustand soll demnächst auch auf den Grundstücken erreicht sein, die nicht der Gemeinde gehören. „Das Landratsamt ist gerade damit beschäftigt, auch dort die nicht genehmigten Nutzungen zu beenden“, berichtete Weindl. „Es geht einfach darum, insgesamt wieder einen Zustand herzustellen, der den rechtlichen Vorgaben entspricht.“

Für geordnete Verhältnisse soll auch sorgen, dass sich nicht einfach jeder Zutritt zum Gelände verschaffen kann. „Allein in der letzten Woche hat es zwei Einbrüche gegeben“, berichtete Weindl. Nicht das einzige Problem auf dem Areal. „Da oben finden auch Autorennen statt“, erklärte der Bürgermeister. Und es komme immer wieder vor, dass Unbekannte der Gemeinde „Geschenke“ hinterlassen, wie es der Rathauschef formulierte. Dazu gehört jede Art von Müll: Erst jüngst wurden Matratzen abgelagert. Aber auch das eine oder andere abgemeldete Schrottauto war schon dabei. „Das kostet uns richtig Geld“, berichtete Weindl mit Blick auf die Entsorgung.

Einen Riegel vorschieben soll dieser Entwicklung nun der Zaun. Er beginnt am Haupttor und zieht sich etwa 500 Meter lang quer übers Gelände. Natürlich sei das ein Aufwand und koste auch einiges. „Aber wir müssen was machen, sonst werden wir da oben nicht mehr froh“, sagte Weindl. Hans Proisl (Freie Wähler) plädierte sogar für noch weitreichendere Sicherheitsvorkehrungen. „Was ist mit einer Videoüberwachung?“, fragte er. Sinnvoll wäre eine mobile Anlage, die an verschiedenen Gebäude angebracht werden könnte, „so dass niemand weiß, was gerade überwacht wird“. Es könne jedenfalls nicht sein, „dass da oben ein Saustall gemacht wird, und wir für die Kosten aufkommen. Jeder sollte damit rechnen müssen, auf Video aufgenommen zu werden“. In öffentlicher Sitzung wolle er sich dazu nicht äußern, sagte Weindl. „Aber wir sind gerade am Abklären und haben über sämtliche Möglichkeiten gesprochen.“ Der Bau des Zauns wurde vom Ausschuss einstimmig befürwortet.

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