Heimspiel: Dr. Florian Huber drehte für die neue Folge von „Terra X“ unter anderem am Walchensee.
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Heimspiel: Dr. Florian Huber drehte für die neue Folge von „Terra X“ unter anderem am Walchensee.

ZDF-Dokureihe

„Terra X“ erkundet Geheimnisse des Walchensees - Unterwasser-Archäologe aus Lenggries moderiert

  • Andreas Steppan
    vonAndreas Steppan
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Die Legende vom Waller im Walchensee ist diesen Sonntag Thema bei „Terra X“ im ZDF. Bezug zum Isarwinkel hat die neue Folge aber auch durch ihren Moderator.

Lenggries/Jachenau – Die neue Folge der ZDF-Dokureihe „Terra X“, die an diesem Sonntag (21. März 2021, 19.30 Uhr) ausgestrahlt wird, hat doppelten Bezug zum Isarwinkel. Zum einen tritt der aus Lenggries stammende Unterwasserarchäologe Dr. Florian Huber zum zweiten Mal als Moderator auf. Zum anderen beschäftigt sich einer von mehreren Beiträgen mit dem Walchensee.

Der Walchensee ist so etwas wie das Heimatrevier für den 45-jährigen Forschungstaucher. Er war es auch, der diesen Schauplatz für die neue Folge der Serie vorschlug. Um zwei Themen wird es in einem etwa sieben Minuten langen Beitrag gehen: Zum einen um die Wrackteile eines 1943 in der Niedernacher Bucht abgestürzten britischen Bombers, zum anderen um den riesigen Urzeit-Wels, der der Legende nach auf dem Grund des Bergsees leben soll und mit einem einzigen Flossenschlag die ganze Region mitsamt der Landeshauptstadt überfluten könnte.

„Ich habe in München recherchiert, was dahinter steckt“, sagt Huber. Eine These: Das Erdbeben von Lissabon 1755 könnte auch die Wasseroberfläche des Walchensees zum Zittern gebracht haben – was die hiesigen Bewohner möglicherweise als Bewegung des Wallers interpretierten.

Dreharbeiten am Walchensee im Februar 2020 - dann wurde es schwierig

Am Walchensee drehte das Fernsehteam im Februar 2020. „Ich hatte mir eine wunderbare Winterlandschaft erhofft, aber dann lag zu der Zeit leider nur wenig Schnee“, berichtet der Moderator. „Im Film schaut es jetzt trotzdem gut aus.“

Das war noch das kleinste Problem bei der Produktion der Folge. Denn die Corona-Pandemie sorgte dafür, dass das komplette Drehbuch umgeschrieben werden musste. Reisen zu einigen vorgesehenen Drehorten im Ausland mussten abgesagt werden. Stattdessen spielen weitere Beiträge der Sendung nun auf der Schwäbischen Alb, in der Kieler Förde und im Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz. Der Meeresnationalpark Kosterhavet in Schweden ist der einzige Drehort im Ausland.

Moderieren mit Meniskusriss

Noch dazu verdrehte sich Huber bei einem Tauchgang in der Wimsener Höhle auf der Schwäbischen Alb im Vorfeld der Dreharbeiten das Knie – Meniskusriss. Fortan moderierte er mit einer Schiene am Bein, hatte beträchtliche Schmerzen – doch im Fernsehen sollte er sich sein Humpeln nicht anmerken lassen.

Trotz der widrigen Umstände ist Huber mit dem Ergebnis hochzufrieden. „Viele Schauplätze in Deutschland sind auch sehr interessant.“ Und das Publikum könne einmal 45 Minuten entspannen und im wahrsten Sinne „abtauchen“ in die „Geheimnisse aus der Tiefe“, wie die Folge überschrieben ist.

Während der Dreharbeiten am Walchensee hatte Florian Huber übrigens auch einen Mini-Bunker näher unter die Lupe genommen, der dort im Wasser liegt.

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