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Jeder will überall telefonieren können und mobilen Internetzugang haben. Trotzdem sind neue Mobilfunkstationen immer ein heikles Thema.

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Zwei neue Mobilfunkstandorte in Lenggries

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Jeder will überall telefonieren können und mobilen Internetzugang haben. Trotzdem sind neue Mobilfunkstationen immer ein heikles Thema. In Lenggries will die Telekom gleich zwei neue Standorte erschließen.

Lenggries– Die Telekom betreibt derzeit einen Standort an der Schützenstraße – zwischen Bücherei und Alpenfestsaal. Nun sollen zwei weitere hinzu kommen, um das Gemeindegebiet besser versorgen zu können. „Wir spüren jede Menge Entwicklungen in unseren Netzen“, sagte Frank-Peter Käßler von der Telekom in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Von Menschen, die im Homeoffice arbeiten über Nutzer von mobilem Internet bis hin zum Cardio-Messenger, der Herzdaten direkt zum Arzt überträgt – „unser Netz wird immer voller“, sagte Käßler. Der Datenhunger „wächst so rasant, dass wir mit dem Netzausbau kaum noch hinterherkommen.“

Der Standort an der Schützenstraße „läuft voll. Wir müssen tätig werden, um die Anlage zu entlasten“, so Käßler. Zwei Gebiete hat die Telekom ins Auge gefasst, um neue Sendeanlagen zu errichten: Anger mit dem Gewerbegebiet an der Bretonenbrücke und im Bereich des Gewerbegebiets Altes Bahngelände. Das würde einige Lücken gerade auf der B 13 schließen und könnte dafür sorgen, dass man überall ordentlich telefonieren kann, sagte Käßler. Bei der Datenversorgung schaue es etwas schlechter aus, hier werde man sicher noch mindestens einen weiteren Standort Richtung Tölz brauchen.

Bei der Frage, wo die Stationen hin sollen – es geht um 17 bis 20 Meter hohe Anlagen –, dürfen die Gemeinden ein Wörtchen mitreden und Vorschläge machen. Lenggries bietet hier an, eine Anlage auf dem Dach einer Halle am Bauhof in Anger zu errichten. Käßler versprach, das zu prüfen. „Wir brauchen aber ein neun bis zehn Meter hohes Gebäude, sonst geht das nicht.“

Da die Gemeinde auf jeden Fall den Bau neuer Masten verhindern will, regt sie im Bereich Altes Bahngelände an, die Sendeanlage auf einem Flutlichtmasten am Sportplatz zu installieren. „Ist der denn stabil genug?“ wollte Josef Wegscheider wissen. Nein, antwortete Käßler, aber die Telekom könnte den Masten entsprechend ertüchtigen. Wegscheider wollte zudem wissen, ob von der Sendeanlage eine Gesundheitsgefahr ausgehe. „Schließlich sind ja immer viele Kinder auf dem Sportplatz.“ Auch hier beruhigte ihn Käßler. Es gebe genau definierte Grenzwerte, zudem sei der Abstand zum Boden sehr groß. „Hier besteht kein Gefährdungspotenzial mehr. Am Boden haben sie keine Probleme zu erwarten.“

Sollte der Lichtmast doch nicht in Frage kommen, könnte sich die Gemeinde als Alternativstandort noch einen Teil der BOB-Werkhalle vorstellen. Die Standortvorschläge wurden mit drei Gegenstimmen beschlossen.

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