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Geballte Stimmen und Lebenserfahrung: Elisabeth Danzer (li.) und Sonja Schroth bekamen für ihren Auftritt im KKK viel Applaus.

Zwei Powerstimmen aus dem Oberland

Lieder, die den Winter gut überstehen lassen, spielte das Duo „s‘Elysion“ im KKK für seine Zuhörer. Sonja Schroth und Elisabeth Danzer überzeugten auf ganzer Linie.

Lenggries – Der Winter steht bevor, undpassend zur Jahreszeit war im KKK ein Konzert „der leiseren Töne“ angekündigt worden. Vielleicht waren deshalb nicht ganz so viele Fans von Elisabeth Danzer und Sonja Schroth gekommen, die als Duo „s‘Elysion“ in der Kaminstuben des Arabella Brauneck-Hotels auftraten. Aber die beiden enttäuschten ihre Zuhörer nicht und stellten selten gespielte Lieder vor, mit denen der Winter bestens zu überstehen ist.

Es sei wieder „Zeit für Klagelieder, über die Jahreszeit und überhaupt“, sagte Danzer zu Beginn des Konzerts. Aber da lachten schon die Ersten leise, und mit dem fetzigen „Summa umma Blues“ kam Stimmung auf, die gegen Trübsal immun machte. Mit „Zwischen zwoa Stui“ folgte ein sehr gefühlvoller Blues, in dem Danzer singt, dass sie sich schon seit der Grundschule immer in zwei Buben verliebt. Andrea Roßkopf sei bei Liedern wie diesen ihre Co-Autorin, verriet sie.

Der trockene Humor fehlte nicht. „I bin, wia i bin“, kündigte Sonja Schroth das Ende der traurigen Lieder an, worauf Danzer trocken hinzufügte: „Huift ja nix.“ In diesem Duktus waren die meisten Stücke geschrieben. Im mitreißenden „Phänomenal“ zwingt am Ende nicht der Alltag in die Knie, sondern ein umwerfendes Lächeln. Den Refrain des Lieds über verpasste Chancen machten beide zu einem abstrakten, lustigen Text mit „Hätt’ i, dad’ i, war’ i“.

Mitsingen war angesagt bei „Sing wia du wuist“, bei dem in den folgenden Strophen die Worte „tanz“ und „leb“ eingesetzt wurden, „weil des was b’sonders macht aus dir“. Die beiden Powerstimmen aus dem Oberland ergänzten sich bestens. Wenn Danzer mit ihrer wunderbaren tiefen Bluesstimme begann, schlich sich Schroth spätestens beim Refrain dazu und gab dem Duo den unvergleichlichen Klang. Danzer überzeugte als Chansonsängerin auf ganzer Linie. Das Lied „Schlaflos“ schrieb sie für ihre Kollegin, die es auch selbst singen musste. Schroth zierte sich etwas, aber Danzer ließ sie nicht allein.

Und solche Songs kann es in Zukunft gerne öfter geben. Sonja Schroth stand als führende Sängerin ihre Frau. Elisabeth Danzer blieb der Gitarre treu, während Schroth nicht nur Klanghölzer, Rassel-Ei und Akkordeon abwechselte, sondern auch stimmlich immer wieder für berührende Momente sorgte. Diese beiden Frauen wirft das Leben so schnell nicht aus der Bahn.Birgit Botzenhart

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