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Ausbau gefordert

Zwischen Lenggries und Wegscheid: Mehr Buckelpiste als Staatsstraße

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Die Staatsstraße 2072 gleicht zwischen Lenggries und Wegscheid einer Buckelpiste. Der Ausbau könnte aber noch dauern.

Lenggries – Als Fürsprecher für den dringend notwendigen Ausbau der Staatsstraße 2072 zwischen Lenggries und Wegscheid versteht sich der Landtagsabgeordnete Martin Bachhuber. „Seit zwei Jahren setze ich mich für dieses Teilstück ein“, schreibt der CSU-Politiker in einer Mail an die Redaktion. Er habe sich in dieser Angelegenheit bereits mit Umweltministerin Ulrike Scharf „angelegt“.

Zur Erinnerung: In der Kolumne „Meine Woche“ hatte der Autor dieser Zeilen vor knapp drei Wochen die Staatsstraße 2072 zwischen Lenggries und Wegscheid als „marode Schlagloch- und Buckelpiste“ bezeichnet und an den Einsatz der zuständigen Landtagsabgeordneten appelliert. Denn für den Unterhalt und Ausbau der Staatsstraße ist bekanntlich der Freistaat Bayern zuständig.

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Der fragliche Artikel ließ bei Martin Bachhuber „die Galle hochkommen“. Das schreibt der Abgeordnete in einer geharnischten Mail an den Behördenleiter des Staatlichen Bauamts Weilheim, Uwe Fritsch. Der Heilbrunner Landtagsabgeordnete erinnert den verantwortlichen Baudirektor daran, dass er sich seit Jahren speziell für dieses Teilstück einsetze. „Ja, Martin Bachhuber hat uns bei dieser Sache sehr geholfen“, versichert der Lenggrieser Bürgermeister. Das Problemstück ist laut Werner Weindl die sogenannte „Grasmüller-Kurve“. Der enge Straßenabschnitt soll begradigt werden.

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Da taten sich anfangs große Schwierigkeiten auf wegen der angrenzenden schützenswerten FFH-Flächen, so Weindl. Doch die Naturschutzbedenken seien mittlerweile ausgeräumt. Der erforderliche Grunderwerb sei vollzogen. „Die Kurvenbegradigung ließe sich deshalb schnell verwirklichen“, sagt der Bürgermeister.

Anders sieht es beim Teilstück zwischen „Grasmüller Kurve“ und nördlichem Ortseingang von Wegscheid aus. Der Zustand dieses Straßenabschnitts werde immer schlimmer, sagt Weindl. Doch für den geforderten Ausbau sind bislang nur die Grunderwerbspläne erstellt, „und es fanden erste Kontakte mit den Eigentümern statt“, so Bauamts-Chef Fritsch. Er bremst die Lenggrieser Euphorie: „Abhängig vom Verlauf der Grunderwerbsverhandlungen ist aber vor allem angesichts der gegebenen naturschutzrechtlichen Aspekte nicht auszuschließen, dass ein Planfeststellungsverfahren erforderlich wird.“ Und auch die Finanzierung bereitet dem Behördenchef in Weilheim noch Kopfzerbrechen: „Das Projekt ist im Ausbauplan für die Staatsstraßen nicht enthalten. Es kommen deshalb nur eine Erneuerung und Verbreiterung der Fahrbahn sowie punktuelle Verbesserungen in der Linienführung in Frage.“ Die Baumaßnahme muss deshalb aus den, „dem Bauamt pauschal zur Verfügung gestellten Erhaltungsmitteln finanziert werden“. Die Baukosten des 1,2 Kilometer langen Bauabschnitts sind laut Fritsch derzeit auf rund zwei Millionen Euro veranschlagt.

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Bürgermeister Weindl schlägt vor, den Staatsstraßen-Ausbau zwischen Lenggries und Wegscheid in zwei Bauabschnitte aufzuteilen. Nur so könne es einen baldigen Baubeginn geben. Die Gemeinde dränge seit Jahren darauf, dass etwas geschehe.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Stefan Sauer

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