Werner Weindl Bürgermeistervon Lenggries

Lenggrieser Kaserne: Gemeinde ist verärgert

Lenggries - Bürgermeister Werner Weindl ist ungehalten: Dass die Gemeinde bereits seit Monaten vom Verkauf der Kaserne wisse, sei einfach nicht richtig.

Der Rathauschef ist derzeit zwar im Urlaub, die Äußerungen des Anwalts der Kasernen-Käufer haben Weindl aber so geärgert, dass er sich in der Redaktion meldete, um die Sache aus Sicht der Gemeinde darzustellen. Wie berichtet, hatte der Anwalt in einer schriftlichen Stellungnahme aufgezeigt, dass die Kommune bereits im Mai vom Verkauf der Liegenschaft samt Sportplatz unterrichtet gewesen sei.

"Dass verkauft worden ist, wissen wir seit letzter Woche Montag, als sich der Notar bei uns gemeldet hat und wissen wollte, ob es ein Vorkaufsrecht der Gemeinde gibt, beziehungsweise ob wir dieses wahrnehmen wollen", sagt der Rathauschef. Im Mai sei bei ihm lediglich ein Schreiben der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) eingegangen, in dem mitgeteilt wurde, "dass man mit einem Interessenten Gespräche führt", sagt Weindl. "Darauf hin habe ich sofort bei der Bima angerufen und gefragt, ob die Kaserne verkauft ist. Die Frage wurde mit Nein beantwortet." Auch nach den Namen des Interessenten habe er sich – mehrfach – bei der Bima erkundigt, um Kontakt aufzunehmen und um darzulegen, welche Entwicklung aus Sicht der Gemeinde möglich wäre. "Uns wurde aber mitgeteilt, das der Interessent das nicht wünsche. Die Bima hat uns nur gesagt, dass es sich um ein bekanntes Münchner Immobilienunternehmen handeln würde", berichtet Weindl.

Auch die Gespräche zwischen Bima und Landratsamt "sind ohne unser Wissen gelaufen", klagt der Bürgermeister. Was ihn besonders ärgert, ist die Tatsache, dass es in der Bima-Anfrage an die Kreisbehörde nur um die Frage ging, ob die von der Gemeinde gewollte Beseitigungsanordnung für die Kaserne Aussicht auf Erfolg hat. "Es ging nie um Baurecht oder darum, ob das Innenbereich ist. Das hat die Baujuristin von sich aus ins Spiel gebracht."

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