Das Offiziersheim will Investor Peter Wasner erhalten. Rund herum sollen zudem Wohnhäuser entstehen. Foto: arp7A

Lenggrieser Kaserne: Käufer will klagen

Lenggries - Das Nein des Gemeinderats zur Wohnbebauung auf dem Kasernenareal wird Käufer Peter Wasner nicht hinnehmen. Lenkt die Gemeinde nicht ein, wird der Chef der Luitpolderhöfe GmbH klagen

Zehn Wohnhäuser rund um das bestehende Offiziersheim - darum ging es am Montag im Gemeinderat. Wie berichtet, lehnte das Gremium ohne Diskussion einstimmig ab. „Das war erwartungsgemäß“, sagt Wasner. Was der Münchner Bauunternehmer massiv bemängelt, ist dass die Gemeinde „keinerlei Konsenzfähigkeit“ an den Tag lege, und es „keine Basis für eine Diskussion“ gebe. Er habe von Anfang an gesagt, er wolle 30 bis 40 Häuser dort oben bauen. Dafür wäre er aber bereit, seine restliche Fläche - rund 25 000 Quadratmeter - der Kommune unentgeltlich zu überlassen. „Dann hätten sie auch Öko-Ausgleichsflächen.“ Die will die Gemeinde derzeit ja über die Aufstellung eines Bebauungsplans, der den Abriss jeglicher Gebäude vorsieht, erreichen. Wasner hält es für ausgeschlossen, dass sie mit diesem Kurs Erfolg hat. „Ich halte den Bebauungsplan für rechtswidrig.“ Bei der Aufstellung des Plans seien die neuen Eigentumsverhältnissen auf dem Kasernenareal überhaupt nicht gewürdigt worden. Er könne sich nur schwer vorstellen, dass es rechtlich zulässig sei, ihn dazu zu zwingen, bestehende Gebäude abzureißen, nur um so „Ausgleichsflächen für irgendwelche privaten Bauvorhaben in Lenggries zu schaffen“.

Da die Gemeinde laut Wasner über Wohnbebauung überhaupt nicht mit sich reden lässt, „bleibt mir ja nichts anderes übrig, als das über die Gerichte durchzustreiten“. Hier werde es dann allerdings nicht nur um die Bebaubarkeit einer Teilfläche gehen, vielmehr werde er prüfen lassen, wie viel Wohnbebauung auf seinem gesamten Grundstück möglich ist. Er halte dies schon „für ein relativ großes Damoklesschwert für die Gemeinde“, merkt der Investor an. Denn genehmigt das Gericht Wohnbebauung auf seinem Areal - und davon geht Wasner fest aus -, ließe sich daraus vielleicht ein Anspruch für die weit größeren Nachbarflächen ableiten, die die Projektgesellschaft Arcavest erworben hat. „Ich find’s einfach schade, dass man sich nicht einvernehmlich einigen kann“, sagt Wasner. (va)

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