Mehr touristische Nutzung

Lenggrieser Kaserne: Neue Entwicklungen

Lenggries - Die Käufer des Lenggrieser Kasernen-Areals haben zwar ein Nutzungskonzept vorgelegt, die Gemeinde setzt ihren eingeschlagenen Kurs aber weiter fort und will den Abriss aller Gebäude

In der Gemeinderatssitzung am Montag, 16. August, um 18 Uhr geht es wieder einmal um den Bebauungsplan, der das Gelände wieder zur grünen Wiese machen soll. Nach dem Aufstellungsbeschluss im September wird nun der Vorentwurf für den Bebauungsplan vorgestellt. Trifft der auf Zustimmung, erfolgt die erste öffentliche Auslegung. Alle Fachbehörden, aber auch Bürger können dann Stellungnahmen dazu abgeben. Mit denen wird sich dann wiederum der Gemeinderat auseinandersetzen.

Unterdessen gibt es offensichtlich Änderungen für das Nutzungskonzept, das einer der Käufer des Areals vorgelegt hat. Eigentlich schwebten der Projektgesellschaft Arcavest eine Schule, ein Hotel und mehrere Ferienhäuschen vor. Nun konzentriere man sich auf eine Nutzung, "die deutlich touristischer ist", sagt Bürgermeister Werner Weindl. Näher möchte er noch nicht darauf eingehen, "weil wir noch nichts Schriftliches haben".

Was aber ist, wenn das neue Nutzungskonzept des Investors auf Gegenliebe bei den Gemeinderäten stößt? Wird die Umsetzung durch einen Bebauungsplan „grüne Wiese“ nicht unmöglich gemacht? Viel will Weindl auch dazu nicht sagen: „Ein Bebauungsplan ist nie in Stein gemeißelt.“

Keine Kompromisse gab es in der Vergangenheit allerdings im Punkt reine Wohnbebauung. Hier war sich im Prinzip das gesamte Gremium einig, dass diese Nutzung auf dem Areal nicht möglich ist. Genau das schwebt aber dem zweiten Investor Peter Wasner vor. Er hat mit seiner Luitpolderhöfe GmbH den Bereich um das ehemalige Offiziersheim erworben - und möchte dort nun zehn Einfamilienhäuser bauen. Eine entsprechende Bauvoranfrage liegt Weindl vor, "und wir werden die im September auch behandeln". (Veronika Wenzel)

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