Rund um das Offiziersheim will die Luitpolderhöfe GmbH Bauland ausgewiesen haben. Foto: A

Lenggrieser Kaserne: "Woodward" muss warten

Lenggries - Das Warten geht weiter: In seiner August-Sitzung beschäftigt sich der Lenggrieser Gemeinderat zwar mit dem Kasernenareal, nicht aber mit den Plänen für das Sportcamp Woodward.

Eigentlich sollte nach monatelangen Vorgesprächen am Montag, 22. August, endlich über das millionenschwere Großprojekt der Gesellschaft Action Sports auf dem ehemaligen Militärgelände beraten werden. „Aber wir befinden uns immer noch im Abstimmungsprozess zwischen Gemeinde, Anwälten und Betreiber“, sagt Vize-Bürgermeister Franz Schöttl.

Er führt derzeit als Urlaubsvertretung von Werner Weindl die Geschäfte im Rathaus. Es sei einfach noch nicht gelungen, alle Punkte zu klären. Und das sei nötig, bevor man über den vorhabensbezogenen Bebauungsplan abstimmen könne. „Aber es geht schon was vorwärts“, beruhigt er.

Steht denn die Mehrheit des Gremiums hinter dem Projekt? Zu einer klaren Antwort will sich Schöttl hier nicht hinreißen lassen. „Ich glaube, dass die Informationsveranstaltung im Juli bei weiten Teilen des Gemeinderats einen sehr positiven Eindruck hinterlassen hat“, sagt er. Er selbst habe den Infoabend im Alpenfestsaal (wir berichteten) als „sehr gut“ empfunden. Der Investor habe sich große Mühe gegeben, „und es war wichtig, dass die Leute mal einen umfassenden Einblick in das Projekt bekommen haben“.

Um die Kaserne wird es am Montag aber dennoch gehen: Peter Wasner, Chef der Luitpolderhöfe GmbH hat zwei Anträge auf Nutzungsänderung vorgelegt. Wasner gehört der kleinere Teil der Flächen rund um das Offiziersheim und das Jägerhäusl. Die alte Rauhfutterscheune und eine ehemals mit militärischen Zwecken belegte Halle möchte er künftig als „zivil genutze Lagerhalle“ ausgewiesen haben.

Die Karten stehen allerdings eher schlecht: So lange die Gemeinde nichts anderes beschließt, gelten nämlich immer noch der Bebauungsplan Grüne Wiese, der den Rückbau aller Gebäude vorsieht, und eine Veränderungssperre für das Gebiet. Die Nutzungsänderung werde also voraussichtlich aufgrund des Verfahrensstands abgelehnt werden müssen.

„Wegen der Zwei-Monats-Frist müssen wir die Anträge aber behandeln“, sagt Schöttl. Man habe Wasner gefragt, ob er die Sache nicht zurückstellen möchte, bis der vorhabensbezogene Bebauungsplan auf dem Tisch liegt. „Aber das wollte er nicht“, so Schöttl. Ob Wasner von seinen Plänen, auf der Fläche einige Wohnhäuser zu errichten, abgerückt ist, wird sich auch erst im weiteren Verfahren zeigen. (va)

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