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Das Weizenfeld von Monika Supé ist der erste Hingucker für die Besucher der Kunstwoche in Lenggries.

Lenggrieser Kunstwoche

Blühende Fantasie-Landschaften

Lenggries - Die Lenggrieser Kunstwoche wurde mit einer Vernissage im Pfarrheim eröffnet. Die Ausstellung dauert bis 28. September.

Ein leuchtendes Weizenfeld, verwunschenes Waldgestöber, Wiesen im Nebel oder ewige Felswände: Das Lenggrieser Pfarrheim beheimatet die nächsten zwei Wochen alle möglichen Arten von „Landschaft“ oder französisch: „Campagne“. Die Vernissage zur gleichnamigen Ausstellung, zu der die Lenggrieser Künstlervereinigung am Freitag einlud, kam bei den zahlreichen Gästen außerordentlich gut an. Sie war auch der Auftakt der jährlichen Kunstwoche.

Mittig im großzügigen Pfarrheims-Saal steht das Weizenfeld, täuschend echt geschaffen aus abertausenden Spaghetti-Stangerl – jedes einzelne in ein vorgebohrtes Loch gesteckt. Dahinter, auf der Bühne, bilden dutzende aufgehängte Äste einen ganz besonderen Wald. Diese zwei Installationen sind der erste Hingucker. Doch natürlich gibt es noch viel mehr zu entdecken. „Das Thema Landschaft hat gewisse Reibungspunkte“, sagte Ecki Kober, stellvertretender Vorsitzender der Künstlervereinigung, in seiner Begrüßung. „So oft schon thematisiert – kann es da überhaupt noch etwas Überraschendes geben?“ Ja, durchaus. Denn diese Ausstellung soll zwar darauf hinweisen, dass man die „Ästhetik im Hinterkopf“ behält, sich aber dennoch kritisch mit einem „ökologischen Problembewusstsein“ auseinandersetzt.

Hier ist auch die Fantasie des Betrachters gefragt, denn man wolle „niemandem einreden, dass Dinge gesehen werden müssen“. Dennoch, betonte Kober, hätte jedes Werk seine eigene Hintersinnigkeit, die sich mitunter erst auf den zweiten Blick erschließt. „Wie eine Fußballmannschaft, wo nicht der Einzelne zählt, sondern die ganze Mannschaft“, müsse „Landschaften – Campagne“ als eine Art Gesamtbild gesehen werden.

Dazu passt natürlich auch, dass erstmals Gastkünstler aus den bretonischen Partnergemeinden mit dabei sind. Diese Verbindung auf künstlerischer Ebene gibt es schon länger: Vor einem Jahr folgten die Lenggrieser Künstler einer Einladung in die Bretagne. Nun kamen die französischen Künstler Iréne le Goaster und Guillaume Guintrand zum kreativen Gegenbesuch.

Bürgermeister und Schirmherr Werner Weindl bedankte sich für die „viele Arbeit und das gute Gespür“ des Vereins, der jedes Jahr wieder etwas Neues und Interessantes schaffen würde, so dass keine Ausstellung der anderen ähnelt.

Weitere Pläne der Künstlervereinigung verriet der Vorsitzende Jürgen Dreistein: 2016 geht es wieder in die Bretagne. Dann wollen 600 Quadratmeter Ausstellungsfläche in einem neu geschaffenen Kulturzentrum mit Kunstwerken bestückt werden. „Das wird nochmal eine neue Herausforderung.“

Es waren übrigens nicht nur bretonische Gastkünstler vertreten: auch Monika Supè, Monika Glasl und Barbara Urban stellten neben den Mitgliedern der Künstlervereinigung aus. Für die Musik sorgten Nicole und Sepp Müller, Michael Beilhart sowie „Rising Star“ Sebastian Schwarzenberger.

Die Ausstellung ist noch bis zum 28. September zu sehen. Montag bis Freitag jeweils von 12 bis 18 Uhr und Samstag/Sonntag von 10 bis 18 Uhr im Pfarrheim an der Geiersteinstraße.

Die Künstlervereinigung

besteht aus Alexander Emil Deubl, Jürgen Dreistein, Ursula-Maren Fitz, Sophie Frey, Heidi Gohde, Ecki Kober, Gabi Pöhlmann, Dr. Jürgen Unbescheid.  Ines Gokus

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