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Asylbewerber bei ihrer Ankunft am Tölzer Landratsamt.

Aktuell sind im Landkreis fünf Abschiebungen angeordnet  

Die Ausländerbehörde im Tölzer Landratsamt hat nach Auskunft von Behörden-Sprecherin Marlis Peischer in diesem Jahr noch keine Abschiebungen durchgeführt. Die Tölzer Ausländerbehörde ist demnach in erster Linie bei Rückführungen nach „Dublin III“ zuständig.  Peischer: „In dieser Verordnung wird geregelt, welcher Staat für die Bearbeitung eines Asylantrags innerhalb der EU zuständig ist. Ein Flüchtling muss in dem Staat um Asyl bitten, in dem er den EU-Raum erstmals betreten hat. Wenn er das nicht macht und z.B. in Deutschland den Asylantrag stellt, dann kann er in den Staat zurückgeschickt werden, in dem er erstmals registriert wurde – auch zwangsweise. Derzeit ist für fünf Personen im Landkreis eine Rücküberstellung angeordnet. Vier Personen sollen nach Italien, eine Person nach Finnland geschickt werden. Ob das tatsächlich klappt, hängt von vielen Faktoren ab wie z.B.: Ist jemand reisefähig? Nimmt das Land, in das die Person geschickt werden soll, zu dem Zeitpunkt, zu dem Ein Flug gebucht wird, Flüchtlinge auf?“

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