+

Pfarrer Scheiel als Bärenbändiger

Ungewöhnliches ging am Sonntag in der Reichersbeurer Kirche vor: Da beteten Cowboys und Indianer friedlich miteinander und Pfarrer Ludwig Scheiel zähmte einen Bären. Die Gläubigen waren zum ersten maskierten Gottesdienst eingeladen. Die Idee dazu gab es schon länger, schließlich ließ die Zahl der Kirchengänger am Faschingssonntag immer mehr zu wünschen übrig. Parallel findet nämlich der musikalische Frühschoppen der Faschingszugteilnehmer statt. Daher sprach man sich ab und einigte sich auf einen Kompromiss: Einen maskierter Gottesdienst mit anschließendem Festzug aller Kirchgänger zum „Altwirt“. Auch Pfarrer Ludwig Scheiel (re.) und Diakon Joachim Baumann (li.) ließen sich für die Idee begeistern. Zudem bot die Messfeier eine schöne Gelegenheit den verstorbenen Komitä-Mitgliedern zu gedenken. Bei der Premiere war die Kirche gut gefüllt. Die Musikkapelle und Organist Marcus Rummel sorgten für die Umrahmung und Pfarrer und Diakon erzählten in einem Theaterstück die Geschichte des heiligen Korbinians (Foto). Dem, so sagt es die Legende, wurde auf einer Pilgerfahrt das Lasttier von einem wilden Bären gerissen. Dem bürdete der Heilige zur Strafe dafür seine Habseligkeiten auf und wanderte mit dem Bären nach Rom. Geisberger

Kommentare