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Rotavirus: Geringe Impfquote bei Kleinkindern

Nur 45,9 Prozent der Kleinkinder in Oberbayern sind vollständig gegen den gefährlichen Rotavirus geimpft. "Damit liegt die oberbayerische Impfquote sehr deutlich unter dem sowieso schon geringen bundesweiten Schnitt von 68,3 Prozent", teilt Christian Bredl, Leiter der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern mit. Er beruft sich auf Zahlen des Robert-Koch-Instituts. Mit nur 15,0 Prozent weist der Landkreis Rosenheim nicht nur die schlechteste Impfquote von Oberbayern auf. Im hinteren Drittel befindet sich auch der  Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ab:  Hier sind 29,1 geimpft. 

Rotaviren sind die häufigste Ursache für Magen-Darm-Infektionen bei unter Fünfjährigen. Sie lösen starken, bis zu einer Woche andauernden Durchfall, Erbrechen und Fieber aus. Zwar kommt es nur selten zu lebensbedrohlichen Erkrankungen, wegen des hohen Wasserverlusts müssen dennoch zahlreiche Fälle stationär im Krankenhaus behandelt werden. Im Jahr 2017 gab es 5811 Rotavirus-Erkrankungsfälle in Bayern.