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In Unterbuchen stellten die Maiburschen einen 39,6 Meter hohen und 5 Kubikmeter umfassenden Maibaum auf.

Tradition

Maibäume: Eine Frage des Stolzes

Gelebte Tradition war am Montag an vielen Orten im südlichen Landkreis zu sehen: In zahlreichen Gemeinden wurden neue Maibäume aufgestellt, die am Abend zuvor oder am selben Morgen im Wald geschlagen worden waren.

Ob in der Tölzer Karwendelsiedlung oder auf dem Blomberg, ob in Arzbach oder Unterbuchen: In all diesen und noch viel mehr Orten im südlichen Landkreis wurde am Montag die Tradition des Maibaumaufstellens gepflegt. 

Die Tradition des Maibaumaufstellens sei ein Symbol der Dorfgemeinschaft, erklärt Bezirksheimatpfleger Norbert Göttler, dessen Heimatinformationszentrum des Bezirks in Benediktbeuern beheimatet ist. „Der Maibaum wird in vielen Orten Europas aufgestellt, also nicht nur in Bayern.“ Meist seien es junge Burschen, die den Maibaum aufrichten. Dies mit bloßen Händen zu schaffen, sei eine Frage des Stolzes. „Es gibt aber ganz verschiedene Ausrichtungen“, erklärt Göttler. 

Während oft bemalte Bäume mit weiß-blauen Rauten und Schildern zu sehen ist, sind die meisten Maibäume im südlichen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen nur geschält und nicht bemalt. Sie werden in der Regel am Abend zuvor oder sogar am selben Morgen in aller Frühe im Wald geschlagen.

Es komme vor allem auf die Schönheit des Baumes an, so Göttler, beispielsweise dass er gerade gewachsen ist. Auch gehe es natürlich um die Frage, welches Dorf den höchsten hat.

Da könnten heuer die Wackersberger ganz vorne mit dabei sein, deren Maibaum stolze 49 Meter misst.

Glück hatten die Maiburschen heuer mit dem Wetter: Denn am Vormittag schien noch die Sonne - später am Tag zog es dann wieder zu, und es setzte Dauerregen ein. Bis dahin standen die meisten Maibäume aber schon.

Gelebtes Brauchtum: Maibäume im Landkreis

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