Viele regionale Anbieter: Für den Landtagsabgeordneten Ludwig Hartmann (Grüne) hat sich die Messe etabliert. foto: ah

Messe zeigt, was der Markt hergibt

Bad Tölz - Grün war die Tölzer Hacker Pschorr Arena an diesem Wochenende. Und bunt das Spektrum der Aussteller. Bei der diesjährigen Auflage der „Umweltmesse“ präsentierten überwiegend regionale Anbieter modernste Technik. Von Solarthermie und umweltgerechter Mobilität bis hin zu ökologischen Baustoffen reichte das Angebot. Eine Vielzahl an Vorträgen bot einen tieferen Einblick in die unterschiedlichen Themenbereiche.

„Uns wurde gerade das System der Holzständerbauweise bis zum Hochhaus erläutert“, sagte Susanna Tausendfreund (Grüne) bei einem Rundgang über die Messe. Außerdem habe die Landtagsabgeordnete das Heizen mit Holzvergaseranlagen fasziniert. Trotz positiver Eindrücke. Kritische Worte sparte die Politikerin deshalb nicht aus. „Ich glaube nicht, dass es klug ist, Eintritt für diese Veranstaltung zu nehmen.“ Durch die drei Euro ließe sich nicht gerade viel verdienen. Besucher aber würden abgeschreckt.

Ludwig Hartmann, ebenfalls Grünen-Politiker und derzeit auf Energietour in Bayern unterwegs, zeigte sich angetan von der Vielfalt der regionalen Anbieter. „Diese Messe hat sich mittlerweile etabliert.“

Messebesucher Robert Fischer sieht die „Umwelt“ auf dem richtigen Weg. „Wir waren vor einigen Jahren schon mal da, da war es ein Witz. Mittlerweile ist es aber viel besser geworden.“ Er und seine Frau waren an günstigem Strom informiert. In Tölz sind sie fündig geworden.

Ein überaus interessiertes Publikum attestierte Anna-Maria Lunzer, die Filteranlagen für den Hausgebrauch anbietet, der Veranstaltung. „Bei uns geht es um sauberes Trinkwasser“, sagte Lunzer. Unbestritten sei, dass die Wasserwerke in der Regel sehr sauberes Wasser lieferten. Dennoch würden sich, beispielsweise durch alte Leitungen im Haus oder Pharmarückstände unter Umständen Schadstoffe im Wasser anreichern, „die unserem Körper nicht guttun.“ In ihren Augen sei die Messe ein Erfolg. „Wir haben wirklich gute Gespräche geführt.“

Bereits zum fünften Mal präsentiert sich Georg Schmidt mit seiner Heiztechnik auf der „Umwelt“. Die Messe sei über die Jahre zwar kleiner geworden, und der Publikumsandrang nicht gerade berauschend. „Doch wichtiger als die reine Masse ist uns ein interessiertes Publikum“, betonte Schmidt. Und ein solches habe auch der Mann aus Weng im Innkreis in Tölz vorgefunden.

Messe-Besucherin Petra Thoroddsson wollte mehr über Elektrofahrräder erfahren. Aber auch das restliche Angebot hat sie überzeugt. „Hier sieht man, was auf dem Markt und was eigentlich möglich ist“. (ah)

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