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Viele Besucher kamen zum Großen Zapfenstreich am Samstagabend auf dem Bichler Dorfplatz. 

Zum Patronatstag

Michael Jackson beim Großen Zapfenstreich

Mit diesem höchsten Festakt des Militärs sollte die Bedeutung des bevorstehenden Patronatstags am Sonntag hervorgehoben werden: Der Große Zapfenstreich am Bichler Dorfplatz am Vorabend des Großereignisses war selbst ein stimmungsvolles Erlebnis.  

Bichl – Voller Erwartung hatte sich am Samstagabend eine Menschenmenge am Bichler Dorfplatz zusammengefunden. Die Besucher warteten nach der Totenehrung am Kriegerdenkmal auf den Anmarsch der Schützenkompanie mit Spielmannszug und Musikkapelle an der Spitze zur Aufführung des Großen Zapfenstreichs.

Mit diesem höchsten Festakt des Militärs sollte die Bedeutung des bevorstehenden Patronatstags am Sonntag hervorgehoben werden. Entsprechend der vorgegebenen Regularien rückte die Schützenformation, in die sich eine Abordnung der Landeshauptmannschaft sowie Vertreter der weiteren fünf Loisachgau-Kompanien eingereiht hatten, unter den Klängen des „Yorckschen Marsches“ heran. Nach der Aufstellung und Platzierung der Ehrengäste mit Landeshauptmann Martin Haberfellner und Landrat Josef Niedermaier im Rondell des Dorfplatzes bildete eine Serenade den Auftakt der feierlichen Stunde. Dazu passend erklangen der Marsch „Musica gloriosa“, der Koburger Marsch und – als von der Musikkapelle frei gewähltes Stück – Michael Jacksons „Heal the World“.

Beim „König Ludwig II.-Marsch“ vereinigten sich Musikkapelle und Spielmannszug zu einem großen Ensemble. Ein außergewöhnliches Ritual ist im Anschluss das „Locken“ zum eigentlichen Zapfenstreich, das von Soloflöte und Trommel unter Tambourmajor Wolfgang Deiser ausgeführt wurde. Dem wiederum gemeinsam vorgetragenen „Großen Zapfenstreich-Marsch“ folgte die Retraite, bestehend aus drei sogenannten „Fanfarenrufen“. Mit dem „Ruf zum Gebet“ breitete sich schließlich andächtige Stimmung aus über dem Areal – die Musikkapelle unter Leitung von Benedikt Schwaller intonierte dazu das anrührende „Ich bete an die Macht der Liebe“.

Zwei Trommelschläge und ein Pfeifen-Triller markierten das Ende des besinnlichen Moments. Dann leitete ein kurzes Zwischenstück über zum Finale: Die Bayernhymne und das Deutschlandlied bildeten den Abschluss des Zeremoniells, dem ein bisschen die Atmosphäre fehlte, die üblicherweise eine Aufführung bei einbrechender Dunkelheit mit Fackelschein schafft. Der Bichler Festausschuss hatte sich jedoch aufgrund verschiedener örtlicher Gegebenheiten für eine Austragung am frühen Abend entschieden. Was der Stimmung keinen Abbruch tat: Nach dem Ausmarsch der Schützen machten sich auch viele Besucher auf den Weg ins Festzelt.

Rosi Bauer

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