Sehen große Herausforderungen auf die Landwirte zukommen: (v. li.) Martin Sappl (stellvertretender Vorsitzender der Tölzer Liefergenossenschaft), Josef Siglreithmayr (Molkerei-Aufsichtsratsvorsitzender), Georg Demmel (Aufsichtsratsvorsitzender der Liefergenossenschaft), Andreas Argstatter (Vorstandsvorsitzender der Molkerei), Molkereichef Bernhard Pointner und Liefergenossenschafts-Vorsitzender Jakob Wasensteiner. foto: krinner

Milchpreis: „Situation besorgniserregend“

Lenggries - Der sinkende Milchpreis war Hauptthema bei der Generalversammlung der Milchliefergenossenschaft Bad Tölz, die jetzt im Gaißacher „Jägerwirt“ stattfand.

Die Situation sei besorgniserregend, brachte es Andreas Argstatter, Vorstandsvorsitzender der belieferten Molkerei Berchtesgadener Land in Piding, auf den Punkt.

Die Erzeugerpreise seien auf Talfahrt. „Wir bekommen die Grausamkeit des freien Marktes zu spüren.“ Der Strukturwandel, sprich das Fortschreiten der bäuerlichen Betriebsauflösungen, werde dadurch beschleunigt. Piding wolle deshalb in dieser Krise einen eigenen Weg gehen: „Der Milchpreis soll bei 42 Cent brutto je Kilogramm eingefroren werden.“ Ob dieses Vorhaben gelinge, werde sich in den kommenden Monaten zeigen. „Wir trauen uns, uns vom Markt abzukoppeln“, nannte Molkereidirektor Bernhard Pointner diese Strategie.

Neben dem Einfuhrstopp Russlands seien auch die Fusion und Konzentration der Handelsketten und deren damit gewachsene Marktmacht ausschlaggebend für die aktuelle Misere. Die Pidinger Strategie kommt nicht von ungefähr: „Molkerei und Lieferanten haben in den vergangenen Jahren gemeinsam viel getan, um dem Verbraucher Qualität bieten zu können, sei es etwa durch die Verwendung von gentechnikfreiem Futter und Berchtesgadener Natursteinsalz als Viehsalz oder durch die Homöophatieschulungen. Wir haben dadurch treue Kunden gewonnen und beliefern die halbe Welt. Im Premium-Segment liegen wir an der Spitze.“ Man werde auch künftig versuchen, dem Verbraucher klarzumachen, dass er mit dem Kauf dieser Marke Kulturlandschaft, Natur und kleinere Höfe unterstütze.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Montag im Tölzer Kurier. (rb)

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