Noch ist alles eine Baustelle: Maximillian (v.li.), Sarah und Simon Schweiger in den Räumen der Moar Alm in Sachsenkam.
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Noch ist alles eine Baustelle: Maximillian (v.li.), Sarah und Simon Schweiger in den Räumen der Moar Alm in Sachsenkam.

Pächter ändern das Konzept

Moar Alm: So soll die neue Gaststätte aussehen

  • Silke Scheder
    vonSilke Scheder
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Früher zog die „Auberge Moar Alm“ mit ihrer französischen Küche eher ein spezielles Publikum an. Das wollen die neuen Pächter ändern. Es soll künftig für jeden etwas dabei sein.

Mit traditionell bayerischen Gerichten und einem „frechen Spritzer internationaler Finesse“ wollen die Schweigers alle ansprechen – von der Familie mit Kindern über Veganer bis hin zum Gourmet.

Gastraum und Biergarten erweitert

Kaum wiederzuerkennen dürfte die „Moar Alm“ sein, wenn die Umbauarbeiten abgeschlossen sind: „Bis auf den herrlichen Ausblick hat sich alles verändert“, sagt Pächterin Sarah Schweiger. Unter anderem wurden Gastraum und Biergarten erweitert und die Sanitäranlagen erneuert. „Wir arbeiten viel mit Materialien wie Eisen, Gold und Stein“, verrät die 30-Jährige, die zusammen mit ihrem Mann Simon und Bruder Maximillian das Restaurant in Sachsenkam schon bald neu eröffnen will. Doch nicht nur optisch hat sich einiges verändert.

Um sich zu etablieren, will sich der Familienbetrieb deutlich von den gastronomischen Betrieben abheben, die es bislang in der Region gibt. Zwar werden auf der Speisekarte auch traditionell bayerische Gerichte stehen. „Aber neu interpretiert“, sagt Sarah Schweiger. Den typischen Schweinsbraten zum Beispiel werde es nicht geben. Die Kruste wird gepoppt sein, das Fleisch kommt vom Bauch oder der Backe, und als Beilage will sich Küchenchef Simon Schweiger etwas anderes als Knödel einfallen lassen. „Lasst uns zusammen Altes neu entdecken und bayrische Tradition mit einem frechen Spritzer internationaler Finesse verfeinern“, heißt es nicht von ungefähr auf der Homepage des Familienbetriebs.

Auch ein Angebot für Veganer und Vegetarier

Vegetarier und Veganer sollen auf der Moar Alm ebenfalls auf ihre Kosten kommen. Sarah Schweiger verspricht „nicht nur Gemüseteller, sondern schöne Gerichte“. Bowls zum Beispiel, unter anderem mit Quinoa und Avocado. Bei der Auswahl der Lebensmittel legen die Schweigers nicht nur auf eine regionale Herkunft Wert. Wichtig ist auch das Farbspiel auf dem Teller. Sarah Schweiger spricht von „Soulfood“. Essen also, das der Seele guttut: geschmacklich, farblich, insgesamt.

Ihr Handwerk gelernt hat die Köchin Sarah Schweiger in der „Auberge Moar Alm“, die 2015 nach 33 Jahren schloss. Ihre damalige Chefin habe mit der französischen Küche eher ein spezielles Publikum angelockt. „Wir wollen auch die Einheimischen ansprechen“, betont Sarah Schweiger.

Eröffnung ist für 1. Mai geplant

Alle seien willkommen: von Familien mit Kindern über Vegetarier bis hin zum Gourmet. „Jeder soll so sein dürfen, wie er ist.“ Als Köchin und gelernte Konditorin wird Sarah Schweiger aber nicht nur kochen und backen, sondern auch für die Büroarbeit zuständig sein. Bruder Maximillian, ein gelernter Hotelfachmann und lange Zeit in Australien tätig, wird den Service leiten. Und Ehemann Simon Schweiger fungiert als Küchenchef. „Er hat schon in vielen renommierten Häusern gearbeitet, zuletzt in ,Das Tegernsee‘“, sagt Sarah Schweiger stolz. Die beiden haben sich in der Schweiz kennengelernt, Schweiger und ihr Bruder kommen ursprünglich aus Bad Tölz.

Wann die Schweigers ihr Restaurant eröffnen, steht noch nicht abschließend fest. Noch läuft der Umbau, und auch wegen der Pandemie peilen sie erst den 1. Mai an. Sarah Schweiger geht zwar nicht davon aus, dass ein regulärer Betrieb dann schon möglich sein wird. „Aber vielleicht darf man mit Beschränkungen dann endlich auch innen öffnen.“

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