Engagiert sich gegen Mobilfunk: Klaus Flaschberger, Sprecher der Bürgerinitiative. foto: ps

Mobilfunkmast am Wertstoffhof: Sachsenkamer in Sorge

Sachsenkam - Der Widerstand gegen einen Mobilfunkmasten am Sachsenkamer Wertstoffhof wächst.

Dies bewies die sehr gut besuchte Infoveranstaltung zum Thema „Risiko Mobilfunk“ in der voll besetzten Wirtsstube des Gasthaus Neuwirt am Freitagabend.

Ziel der Initiative ist es, das Bauvorhaben auszusetzen und in Ruhe nach einen geeigneteren Standort zu suchen. Die Engagierten fordern vor allem einen größeren Abstand zur Wohnbebauung. Referent Dieter Kugler warnte vor der seiner Meinung nach „weltweit explosionsartigen Zunahme“ von Strahlenbelastung. Es seien jedoch nicht nur Mobilfunksender, Handys, Smartphones, Bluetooth oder schnurlose Telefone, sondern auch WLAN, was zu Funktionsstörungen und Erkrankungen führen könnte.

Die Gemeinde Sachsenkam könne, so berichtete der Wolfratshauser Grünen-Stadtrat Hans Schmidt, bei der Auswahl eines Standorts steuernd eingreifen. Dazu müsse die Gemeinde einen Beschluss fassen. Schmidt, der auch Sprecher der Bürgerinitiative Wolfratshausen gegen Elektrosmog ist, riet dazu, sich von einem Planungsbüro, das auf Mobilfunk spezialisiert ist, ein Konzept erstellen zu lassen.

Klaus Flaschberger, Sprecher der Sachsenkamer Bürgerinitiative, sieht in dieser Vorgehensweise den richtigen Weg. „Machen Sie die Entscheidung für den Standort Wertstoffhof in der Dezember-Sitzung rückgängig“, sagt er zu den fast vollzählig erschienen Gemeinderäten.

Der Gemeinderat hatte sich vor einem Monat endgültig für den Standort am Wertstoffhof entschieden, weil dieser weniger problematisch sei als das von der Telekom bevorzugte Gewerbegebiet (wir berichteten). „Wir sind nicht gekommen, um uns hier zu rechtfertigen“, sagte Zweite Bürgermeisterin Petra Kronwitter in der anschließenden Diskussion und erklärte die Hintergründe.

Den ausführlichen Text lesen Sie am Montag im Tölzer Kurier. (ps)

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