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Immer wieder muss die Feuerwehr am Dienstag löschen. Es stecken immer noch Glutnester im Heu der abgebrannten Tenne.

450.000 Euro Schaden

Nach Großbrand in der Ortsmitte: Bichl hält zusammen

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Bichl - Ein Großbrand in Bichl hält die Freiwillige Feuerwehr und viele andere Helfer seit Montagabend in Atem. 450.000 Euro Schaden sind laut Polizei entstanden. Die Löscharbeiten sind schwierig.

Der Geruch von altem Rauch, ein bisschen Ruß und Winterluft hängt am Dienstagmorgen über Bichl. Es ist der Tag nach dem Großbrand einer Tenne gegenüber der Bäckerei Eberl. Der Alarm war genau um  18.28 Uhr am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages eingegangen. Über 15 Stunden später steht bräunliches Wasser auf der Kocheler Straße. Überall liegen Heuhalme. Der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr ist noch lange nicht beendet.

Kommandant Hermann Spanner steht mit ein paar seiner Kameraden vor der Bäckerei Eberl. Lagebesprechung. „Sagt bitte in Egling Bescheid, dass wir in einer Stunde zum Schlauchwaschen kommen“, spricht er in sein Funkgerät. Insgesamt etwa zwei Kilometer Schläuche haben die Feuerwehr Bichl und die Freiwilligen aus den umliegenden Gemeinden benötigt. Beim letzten Großbrand in Bichl, in einer Schreinerei im Frühjahr vergangenen Jahres, nutzten die Bichler die spezielle Waschanlage in Egling. Und auch diesmal bekommt das Dorf Unterstützung von allen Seiten. „Das ist eine gute Arbeitserleichterung“, sagt Spanner. 

Die ganze Nacht waren drei Bagger und fünf Bulldogs mit Anhänger im Einsatz, um das Heu in der Tenne abzutragen. Genau das ist nämlich die Schwierigkeit an diesem Großbrand. „In der Tenne waren große Mengen an Heu“, erklärt Spanner. Die Glutnester stecken so darunter,  dass das Wasser der Feuerwehr nicht zur Glut durchdringen kann. Die Helfer fahren das Heu zu einer Sammelstelle im Bichler Gewerbegebiet, um es dort abzulöschen. Das werde laut Spanner noch den ganzen Tag dauern.

So lange steht ein Mann der Bichler Feuerwehr vor der Tenne - übrig sind nur noch Mauern, die schwarzen Balken liegen aufgetürmt davor, zwischen dem Heu steht ein verkohlter Traktor. Der Mann bewacht das restliche Heu und spritzt immer wieder Wasser nach, wenn der Rauch wieder stärker wird. 

Vor der Straßensperre hält ein Geldtransporter. Zwei Männer gehen in die Raiffeisenbank gegenüber der dampfenden Tenne. Ob sie durchkönnten, sie müssten auch noch weiter zur Sparkasse, wollen die Männer wissen. Der Feuerwehrler lacht leicht auf. Keine Chance. Kein Durchkommen seit dem Vorabend.

In der Garage der Bäckerei gibt es Wurst, Semmeln, Kaffee und Tee, damit sich die Helfer aufwärmen können. Seit Montagabend waren über 200 Feuerwehrler im Einsatz, dazu Polizei und das BRK. Bichler Firmen packen mit an. Die benachbarten Landwirte haben die 18 Jungrinder aus dem Stall bei sich aufgenommen. „Ich bin froh, dass den Kindern, meiner Frau, den Viechern und den Helfern nichts passiert ist“, sagt der Familienvater, dessen Tenne abgebrannt ist. 

Die Feuerwehr konnte verhindern, dass der Brand auf das Wohnhaus und das Nachbarhaus übergeht. Allerdings ist der Besitz der Familie durchnässt, alles riecht nach Rauch. Die Polizei schätzt den Schaden auf 450.000 Euro. Die Kripo ermittelt noch, geht derzeit aber von einer technischen Brandursache aus. 

„Der Schock sitzt in den Knochen“, sagt Spanner. Der Familienvater, selbst aktiver Feuerwehrler, kann nicht in Worte fassen, wie die vergangenen Stunden für ihn waren. „Ich bin so dankbar, dass uns so viele helfen“, sagt er und will jetzt einfach nur nach vorne schauen. „Es geht immer wieder aufwärts.“

Feuer in Bichl: Die Arbeiten dauern an

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